Tasso


Haustier Zentralregister

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“Die kalte Schnauze
eines Hundes ist
erfreulich warm
gegen die Kaltschnäuzigkeit
mancher Mitmenschen.”

 

(Frank Elstner, Moderator)

 

 

 

Sitz!!
...kann er...

Macht er aber nicht!

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FdGBH

Unser Tierarzt:
DVM G. Klünder



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15831 Mahlow
Tel:. (03379) 3 81 40
Mobil: (0171) 6 32 69 26

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I. Die Geschichte der Rückvermittlung

TASSO e.V. wurde im Juni 1982 in Hattersheim bei Frankfurt am Main gegründet. Damals war das vorrangige Ziel des Vereins, dem Tierdiebstahl durch Registrierung Paroli zu bieten. Der Schwerpunkt der Tätigkeit hat sich im Laufe der letzten 30 Jahre immer mehr hin zur Rückvermittlung entlaufener Tiere verlagert; das heißt, der Haustierdiebstahl ist heute ziemlich in den Hintergrund getreten, obwohl er natürlich noch vereinzelt vorkommt.
Die Notwendigkeit eines Haustierzentralregisters spiegelt sich - heute mehr denn je - in der stetig wachsenden Anzahl von Haustieren wider. Laut Angeben des Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V. leben in Deutschland in 12 Millionen Haushalten 23,2 Millionen Haustiere. Zahlen für österreich und die Schweiz lassen sich laut Verband nur schätzen. Aber auch hier geht man von steigenden Zuwachszahlen aus.
Beliebtestes Tier in den drei genannten Länder ist die Katze, dicht gefolgt von Hund und Nagern. Bei TASSO wird grundsätzlich jedes Tier registriert. So findet sich in der Zentraldatenbank neben Hund, Katze und Pferd vom Elefanten über Lamas und Alpacas alles bis hin zur Vogelspinne. Die meisten der entlaufenen und zurückvermittelten Tiere sind allerdings Hunde und Katzen. Aus diesem Grund und weil sie mehr als 95 Prozent aller Tiere in der Zentraldatenbank repräsentieren, beziehen sich nachfolgende Angaben ausschließlich auf Hunde und Katzen und lassen Nager, Fische und Vögel unberücksichtigt.
Mittlerweile sind 6,2 Millionen Tiere in der Haustierzentraldatenbank von TASSO registriert. Pro Jahr kommen 500.000 neue Tiere dazu. Diese Zahl mag groß klingen. Stellt man sie aber 13,5 Millionen Hunden und Katzen, die in Deutschland leben, gegenüber, so wird deutlich, dass noch 8,1 Millionen Tiere ohne Schutz sind, sollten sie entlaufen. Es ist daher eines der vorrangigen Ziele von TASSO, im Sinne des Tierschutzes in den nächsten Jahren dafür zu sorgen, dass alle Hunde und Katzen registriert werden. Politisch wird dieses Ziel durch TASSO e.V. von der Forderung nach einer deutschlandweiten Registrierungspflicht flankiert.
Es liegt auf der Hand, dass ein Tierhalter sein Tier in erster Linie deshalb kennzeichnen und registrieren lässt, um es im Verlustfall so schnell wie möglich wieder in die Arme schließen zu können. Das reduziert für beide große ängste und Leid. Hochgerechnet 300.000 Tiere entlaufen jährlich in Deutschland. Sei es durch einen Schuss, eine läufige Hündin oder sonst einen Umstand, der stärker ist, als der eigentliche Gehorsam bei Hunden oder dass sie eingesperrt werden bei Katzen . Viele Tiere kommen von selbst zurück, viele kommen ins Tierheim und mehr als 52.000 Tiere vermittelt allein TASSO zurück. Das ist alle 10 Minuten ein zurückvermitteltes Tier!
Erst bei näherer Betrachtung wird deutlich, welch immense Bedeutung die Kennzeichnung und Registrierung nicht nur für Mensch und Tier, sondern auch für den Tierschutz hat. Dazu ein paar Zahlen: Die Tierheime stehen nicht nur in Deutschland vor dem finanziellen Kollaps. Die kommunale Unterstützung reicht in den wenigsten Fällen aus, ein Tierheim dauerhaft am Leben zu erhalten; Spenden sind seit Jahren leicht rückläufig. Die Presse verkündete 2011, dass den Tierheimen rund 20 Millionen Euro fehlen würden. Laut einer TASSO-Umfrage aus dem Jahr 2009 rechnet ein Tierheim mit durchschnittlich 12,- Euro pro Tag für die Unterbringung eines Tieres im Tierheim. Die durchschnittliche Verweildauer eines Tieres beträgt 15 Tage. Multipliziert man nun die Kosten mit den Tagen der durchschnittlichen Verweildauer und den 52.000 pro Jahr durch TASSO zurückvermittelten Tieren, so spart TASSO den Tierheimen allein durch die Registrierung und Rückvermittlung jährlich mehr 9,3 Millionen Euro! (Stand 2011)
Kommen wir zurück zur Zahl der registrierten Tiere in Deutschland. Wir erinnern uns: Nicht einmal jedes zweite Tier ist registriert. Obwohl die Registrierung sowie alle Leistungen bei TASSO kostenlos sind. Was wäre, wenn alle 13,5 Millionen Hunde und Katzen registriert wären? Dann würden - statistisch betrachtet - doppelt so viele Tiere entlaufen und TASSO würde den Tierheimen anstatt 9,3 Millionen Euro fast 20 Millionen Euro sparen können. Natürlich ist die Registrierung nicht die einzige, universelle Lösung zur Rettung der Tierheime. Sie trägt aber zweifelsohne in großem Stil zur Entlastung bei.


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II. Möglichkeiten der Kennzeichnung: Tätowierung und Transponder (Chip)

Um es in einfachen Worten gleich vorwegzunehmen: Die Kennzeichnung eines Tieres erfolgt beim Tierarzt, die Registrierung bei TASSO. Diese Differenzierung ist entscheidend für das Verständnis unseres Themas. Viele Tierhalter glauben, dass mit der Kennzeichnung beim Tierarzt alles erledigt ist. Und manche Tierärzte empfinden es nicht als ihre Aufgabe, die Registrierung über eine Schnittstelle bei TASSO vorzunehmen, oder zumindest über selbige mit dem Tierhalter zu sprechen.
Hat der Tierhalter wider besseren Wissens sein Tier nur kennzeichnen lassen, hilft ihm das für die Rückvermittlung genauso wenig, wie wenn das Tier ohne Kennzeichnung in der Zentraldatenbank von TASSO geführt wird. Im ersten Fall gibt es einen zwar eindeutigen Identifikationscode. Aber ohne eine Zuordnung zu einem Tier oder Halter. Im zweiten Fall hat man in der Datenbank zwar alle Informationen zum Tier und zum Halter, aber keine eindeutige Möglichkeit, das Tier zu identifizieren.
Deshalb: Kennzeichnung und Registrierung gehören zusammen wie Auto und Autoschlüssel.
Neben dem Chippen und tätowieren gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten. So werden Vögel beringt, Schafe bemalt, Pferde und Rinder mit Brandzeichen oder Ohrmarken versehen. Für den Heimtierbereich haben sich die Kennzeichungsmöglichkeiten Tätowierung und Chippen etabliert, weshalb auf die anderen Varianten hier nicht eingegangen werden kann.
Ebenso sind die Gründe für die Kennzeichnung vielfältig. Im Rahmen dieser Ausführungen sind lediglich der Tierschutzaspekt und die gesetzlichen Bestimmungen relevant.
Zirka 20 Prozent der Neuregistrierungen bei TASSO basieren noch auf einer Tätowierungsnummer, 80 Prozent auf einem Chip. Die Entwicklung beider Methoden verschiebt sich eindeutig zu Gunsten der Kennzeichnung per Transponder.
über viele Jahre war die Tätowierung die gängige Kennzeichnungsmethode. Die selbst gewählte, meist 5-stelligen Codierung war dabei teilweise von Züchter zu Züchter und von Tierarzt zu Tierarzt unterschiedlich. Das führte im Laufe der Zeit dazu, dass in der Datenbank von TASSO heute mittlerweile zirka sieben Prozent der Tätowierungsnummern doppelt vorkommen, was eine Zuordnung zu einem vermissten Tier zwar nicht unmöglich macht, aber natürlich erschwert.
Bei einem fünfstelligen Code sind nur rund 2 Millionen unterschiedliche Kombinationen möglich. Es gibt aber 13,5 Millionen Hunde und Katzen in Deutschland.
Die Tätowierung wird von Zuchtwarten oder vom Tierarzt vorgenommen. Sie ist beim Tierarzt nach GOT (Gebührenordnung für Tierärzte) kostenpflichtig. Im Tierschutz wird oft - und nicht zu Unrecht bemängelt, dass die Tätowierung ohne Betäubung, wie sie bei Zuchtwarten vorkommt, Tierquälerei ist. Der Chip verursacht keine Schmerzen und bedarf auch keiner Betäubung des Tieres.
Die Tätowierung wird an der Ohr- oder Schenkelinnenseite des Tieres mittels Tätowierzange aufgebracht. Vorteil: Sie ist von außen sichtbar und vermittelt dem Finder eines entlaufenen Tieres, dass das Tier einen Besitzer hat. Nachteil: Sie verblasst mit der Zeit, so dass die Nummer nur noch rudimentär zu lesen ist. Im ungünstigsten Fall muss die Tätowierung wiederholt werden.
Bei kleinen Tieren oder bei Tieren mit dunkler Hautpigmentierung ist eine Tätowierung kaum möglich.
Der nur 12 Millimeter große Transponder wird auf der linken Halsseite des Tieres schmerzfrei vom Tierarzt mittels eines sterilen Einmal-Applikators in das Gewebe injiziert. Das Tier spürt durch die scharf geschliffene Nadel in der Regel wie bei einer Spritze nur den kleinen Einstich. Eine Narkose ist nicht nötig. Hält man ein Lesegerät über die entsprechende Stelle, wird eine 15-stellige, weltweit nur einmal vergebene Nummer sichtbar.
Für den Vertrieb von Tranponder gilt heute der ISO-Standard. Das heißt, sämtliche unterschiedliche, untereinander ehemals nicht kompatible Transpondersysteme müssen jetzt der ISO-Norm 11784 und 11785 entsprechen. Basis ist die einheitliche 15-stellige Nummerncodestruktur und eine einheitliche technische Spezifikation.
Diese Nummer oder alternativ die Tätowierungsnummer werden bei TASSO in der Datenbank mit den Tier- und Halterdaten verknüpft - die Basis für die Rückvermittlung ist gelegt. Dazu später mehr.
Wie bei fast allen Dingen des Lebens gibt es nicht nur Befürworter des Transponders. Einige Behauptungen werden Ihnen in diesem Zusammenhang begegnen:
Behauptet wird, der Transponder strahle und verursache so eine Gefahr für das Tier. Wahr ist, der Transponder sendet niederfrequente Radiowellen im Bereich von 134,2 kHz aus. Er strahlt auch nicht. Vielmehr aktiviert das Lesegerät kurzfristig durch die Radiowellen die Kupferspule im Transponder und macht die Kennnummer somit sichtbar.
Behauptet wird, der Transponder wandert. Gleich nach dem subkutanen Injizieren in die linke Halsseite (das ist der internationale Standard) beginnt der Transponder mit dem umliegenden Gewebe zu verwachsen. Eine gewebsverträgliche Glas- oder Biopolymerhülle enthält eine Antennenspule sowie den inaktiven Transponder. Der Transponder ist mit wenigen Gramm übrigens zu leicht um allein durch Schwerkraft zu wandern.
Behauptet wird, auf dem Transponder ist die Adresse des Halters gespeichert Wahr ist, der Transponder zeigt beim Ablesen lediglich eine 15-stellige Nummer. Die ersten drei Ziffern geben den Ländercode nach ISO-Standard wieder. So steht 276 für Deutschland, 040 für österreich, 756 für die Schweiz, 056 für Belgien, 528 für die Niederlande, 250 für Frankreich, 380 für Italien, 724 für Spanien und 826 für England. Anhand dieser Nummer kann man also sehen, wo der Chip hergestellt wurde und wo er dem Tier injiziert wurde. Durch den Auslandstierschutz findet man aber auch immer mehr "deutsche" Hunde mit einem spanischen Chip. Die nächsten beiden Ziffern sind der Herstellercode und die restlichen zehn Nummern sind die eindeutige Identifikationsnummer des Tieres. Eine Speicherung von Daten wäre auch technisch überhaupt nicht möglich, weil der Transponder nur aus einer Kupferdrahtspule besteht, die nicht in der Lage ist, Daten zu speichern. Der Chip ist fälschungs- und manipulationssicher. Der Chip bleibt ein lebenlang im Tier und behindert es in keinster Weise.
Behauptet wird mit dem Transponder kann das Tier geortet werden. Das wird in der Tat sogar von einigen Menschen gewünscht. Wahr ist aber, dass der Transponder weder einen Sender noch einen Empfänger hat. Eine Ortung eines entlaufenen Tieres mittels Transponder ist als nicht möglich.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kennzeichnung mittels Transponder der Tätowierung überlegen und deswegen zu befürworten ist. Bei vielen Menschen löst der Gedanke daran, seinem Tier einen Fremdkörper zu injizieren Unbehagen aus. Aus der jahrelangen Erfahrung von TASSO lässt sich aber mit Bestimmtheit sagen, dass das Tier den Transponder nicht als störend empfindet.
Katzenbesitzer präferieren in der Mehrzahl die Tätowierung, Hundebesitzer gehen vermehrt zur Kennzeichnung per Transponder über. Für die Rückvermittlung spielt die Art der Kennzeichnung keine Rolle.


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WICHTIG:

Die Kennzeichnung und Registrierung ist in Deutschland im Gegensatz zu österreich und der Schweiz - noch nicht gesetzlich Pflicht. Ausnahmen bilden die Hundeverordnungen einiger Bundesländer sowie seit Juli 2011 die Chippflicht bei Reisen in die Länder der Europäischen Union. Seit diesem Zeitpunkt tritt bei Reisen in die Länder der EU nach einer achtjährigen übergangsfrist die Chippflicht endgültig in Kraft. Wer mit seinem Tier ins Ausland reist, sollte die neuen Bestimmungen kennen.
Seit Oktober 2004 galt, dass Hunde, Katzen und Frettchen für Urlaubsreisen in die Länder der EU gekennzeichnet sein müssen. Die präferierte Methode zur Kennzeichnung ist laut EU-Verordnung der Transponder (Chip) nach ISO-Standard. Die Tätowierung galt in einer übergangsfrist bis zum 3. Juli 2011 lediglich als Alternative. Seit dem 3. Juli 2011 gilt für alle Tiere, die nach diesem Zeitpunkt geboren werden, bei Reisen ins Ausland die Chippflicht. Eine Tätowierung wird dann bei einer möglichen Kontrolle nicht mehr akzeptiert!
Leider bleibt die EU-Verordnung die Antwort auf diese Frage schuldig, was mit Tieren passiert, die vor dem Stichtag bereits tätowiert waren. Eine Nachfrage der Bundestierärztekammer bei der EU-Kommission ergab, dass, wenn das Gesetz nichts anderes regelt, die Tätowierung nach wie vor ihre Gültigkeit hat. Vorausgesetzt sie erfolgte vor dem 3. Juli 2011.
Bei Reisen sollte darauf geachtet werden, dass der blaue EU-Heimtierausweis das Datum der Tätowierung enthält. Der Tierhalter hat ansonsten im Zweifelsfall die Beweislast, wann sein Tier tätowiert wurde. Auch wenn die EU-Verordnung den Chip bei bereits tätowierten Tieren nicht ausdrücklich fordert, kann es an der Grenze oder im Ausland zu Schwierigkeiten kommen. Sprachbarrieren verschärfen das Problem dann noch zusätzlich.
Auf www.tasso.net finden sich die Verordnung sowie die Erläuterungen der EU- Kommission zum Download.