Germanen:
Mythen und Wahrheit

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"Der Hund
ist das einzige Wesen
auf Erden,
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als sich selbst."

 

(Josh Billings, US-Schriftsteller)

 

 


 

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Als Germanische Mythologie

bezeichnet im engeren Sinne die Mythologien der verschiedenen germanischen Kulturen der Eisen- und Völkerwanderungszeit, wobei die Mythen von religiösen Vorstellungen und Riten zu unterscheiden sind.

Die vorchristlichen Glaubensvorstellungen der germanischen Völker gingen mit der Christianisierung in unterschiedlichem Maße in dem jeweiligen Volksglauben auf, zur Götterwelt.

Die erhaltenen überlieferungen zeigen ein vielschichtiges Bild, in dem sich Mythen, Epen, Märchen, volkstümliche Erzählungen, Rechts- und Merksprüche, Sprichwörter oder magische Formeln sowie Gebete mischen.

Der größte Teil dieser schriftlichen überlieferungen ist nordeuropäischen Ursprungs, geht auf die Nordgermanen zurück, geographisch auf Skandinavien und Island.

Die Mythen und Epen der Süd- oder Kontinentalgermanen sind allenfalls in Spuren überliefert. Nennenswerte schriftliche überlieferungen existieren nicht mehr.

113 v. Chr. fielen die, den Römern bisher unbekannten Kimbern in die östliche Alpenregion, das Gebiet der Noriker, ein. Die römische Provinz Noricum (heute Kärnten und Krain) erstreckte sich von den Ostalpen bis zur südlichen Donau.

Verwüstend zogen die Kimbern hindurch und wandten sich anschließend gen Westen. Der Tross durchquerte das heutige Süddeutschland. Auf ihrem Weg schlossen sich ihnen die Teutonen an. Die Kimbern waren aus ihren Sitzen an der Küste Schleswig- Holsteins und Jütlands aufgebrochen, die Teutonen von der Nordseeküste.

Vermutlich waren Land- und Nahrungsmittelmangel verantwortlich. Heute nimmt man an, dass die Teutonen keltischen Ursprungs waren, aber bewiesen werden konnte es nicht. 109 v. Chr. tauchten jedenfalls Kimbern und Teutonen in Südgallien auf. Die Herrschaft der Römer wurde durch sie arg erschüttert.

Kleinere Gefechte fanden statt, 105 v. Chr. vernichteten die "Barbaren" schließlich ein großes Römerheer und schwangen sich zu den Herren Südgalliens auf. Die Kimbern zogen zeitweise nach Spanien, die Teutonen blieben in Gallien.

Nach der Rückkehr der Kimbern taten sich die Stämme erneut zusammen, worauf aber auch wieder eine Trennung folgte. Schließlich fielen sie getrennt in Italien ein und wurden 102/ 101 v. Chr. in der Schlacht von Aquae Sextiae und der Schlacht von Vercellae vernichtend geschlagen.

Eine zweite Begegnung mit den Germanen folgte 58 v. Chr. Eine herausragende Persönlichkeit trat in das Licht der Geschichte - Ariovist.

Er war ein tapferer, erfolgreicher Heerführer, ein umsichtiger Staatsmann und der Heerkönig der Sweben. Diese wurden von den keltischen Sequanern gegen die ebenfalls keltischen Häduer zu Hilfe gerufen.

Die Kämpfe zogen sich hin und verliefen immer wieder wechselhaft, bis es Ariovist gelang, die Häduer zu unterwerfen. 58 v. Chr. trafen nun Ariovists 15000 Mann und Caesars (damals war er Statthalter von Gallien) Legionen aufeinander.

Den Römern gelang es, in der Schlacht bei Mühlhausen, den Swebenkönig zurückzuschlagen. Die überlebenden, darunter auch Ariovist, retteten sich über den Rhein.

Der Rhein war nun die Grenze des römischen Reiches. Immer wieder rückte Caesar, während der gallischen Feldzüge, bis zu dieser natürlichen Grenze vor. Die germanischen Stämme waren sich nicht einig. Usipeter und Tencterer wurden von den Sweben bedrängt, worauf sie vom Niederrhein aufs linksrheinsiche Ufer wechselten.

Sie traten mit den Römern in Verhandlungen, um neue Wohngebiete bittend. Caesar ignorierte jegliches Völkerrecht, ließ die Häuptlinge gefangen nehmen und die führerlosen Stämme niedermetzeln. Nur wenigen gelang die Flucht, die sie zu den Sugambern zwischen Sieg und Lippe führte.

55 v. Chr. überschritten die Römer den Rhein und verwüsteten die geräumten Gebiete. Anschließend zogen sie sich wieder zurück. Ein zweites Mal überschritten sie den Fluss 53 v. Chr., diesmal aber wohl mehr zur Abschreckung.

Einige Jahre herrschte an der Rheinlinie tatsächlich Frieden. Einzig die Ubier traten mit den Römern in Verhandlungen, da sie von den Sweben in die Zangen genommen wurden. Sie unterwarfen sich freiwillig dem Imperium. Von Agrippa, dem Schwiegersohn Augustus' wurden sie 38 v. Chr. am linken Rheinufer angesiedelt.

Mittelpunkt wurde hier das "oppidum ubiorum", das später durch die Enkelin Agrippas - Agrippina - den Namen "Colonia Agrippinensis" erhielt - Köln.

Den Germanen war der Weg nach Westen versperrt, so nahm ihr Druck auf den Süden zu. Caesars Nachfolger Augustus versuchte nun, ihnen auch hier den Weg zu versperren. 15 v. Chr. eroberten die Prinzen Drusus und Tiberius Voralberg, Nordtirol und Noricum.

Sie schoben die Reichsgrenze über das Alpenvorland bis an die Donau. Die Außenpolitik änderte sich und das feindliche Gebiet sollte nun bis zur Elbe erobert werden. Statt auf die Wahrung der Grenzen setzte man nun auch Expansion.

Drusus rückte bis zur Weser vor, marschierte durch das Gebiet der Chatten und Cherusker und kam bis an die Elbe. Diese sollte aber nicht überschritten werden. Auf der Heimreise stürzte er vom Pferd, brach sich den Schenkel und starb qualvoll, 30 Tage in Raten - am 9. September 9 v. Chr. erlöste ihn der Tod von seine Schmerzen.

Drusus hatte im Raum zwischen Nordsee und Main, Rhein und Elbe alle germanischen Stämme bezwungen und dem Imperium unterworfen. Unter diesem Druck machten sich die Markomannen unter ihrem König Marbod auf, zogen nach Böhmen und Mähren. Hier hatten die keltischen Bojer das Feld geräumt. Drusus wurde durch seinen älteren und militärisch ebenso begabten Bruder Tiberius ersetzt. Dieser setzte das Werk seines Bruders fort, unterwarf weitere Stämme und rückte gegen Böhmen vor.

Arminius, der Cheruskerfürst sammelte alle Unzufriedenen um sich und einte die Nachbarstämme. Charismatisch, tapfer, gewandt und begabt nahm sein politischer Einfluss stetig zu. 9 n. Chr. überfielen die Aufständischen unter seinem Befehl die drei Legionen des Varus im Teutoburger Wald.

Drei Tage lang dauerte das Gefecht, bis die Legionen vernichtend geschlagen waren. Roms Plan, das Herrschaftsgebiet bis zur Donau auszuweiten, war somit vereitelt, Germanien blieb selbständig. Nachdem Tiberius den Thron bestiegen hatte, versuchte er eine erneute Unterwerfung, die er aber nach enormen Verlusten wieder aufgab.

Von nun an begnügte er sich damit, die alte Rheinlinie zu halten. Marbod und Arminius bekriegten sich. Nach zwei Schlachten konnte der Cheruskerfürst den Krieg für sich entscheiden. Marbod suchte nach Verbündeten, wandte sich sogar an Rom, musste aber schließlich erkennen, das er verloren hatte. Er wurde vertrieben und flüchtete nach Rom, wo ihm das Exil in Ravenna zugewiesen wurde.

Aber auch Arminius verließ das Glück. Gerade 37 Jahre alt wurde er ermordet, scheinbar von einem neidischen Verwandten (19 n. Chr.). Keiner konnte nach seinem Tod die Stämme zusammenhalten, der Bund zerbrach, ohne den starken Anführer.

69- 70 n. Chr. kam es dann wieder zu einem Aufstand, dem der Bataver. Dieser germanische Stamm lebte im Rheindelta, war zum Heeresdienst verpflichtet, aber von Abgaben befreit. Anführer des Aufstands war Julius Civilis, der im römischen Heer gedient hatte. Den Batavern schlossen sich auch rechtsrheinische Stämme und die benachbarten Gallier an.

Die Legionslager fielen, ebenso die Rheinflotte und es sah recht rosig aus. Doch dann besetzten die Römer Trier und konnten auch Köln auf ihre Seite ziehen. Der übermacht musste sich Civilis schließlich beugen und über den Rhein zurückweichen, worauf es zum Friedensschluss kam.

Die Römer nutzten die Friedenszeit zur Grenzsicherung. Kaiser Vespasian (69- 79) legte den Grundstein für den Limes und sein Sohn, Kaiser Domitian (81-96), setzte das Werk fort. Er eröffnete den Krieg gegen die Chatten, die den Taunus beherrschten.

An der Donaugrenze kam es zur Konfrontation mit Markomannen und Quaden. Die Markomannen siegten und konnten so ihr Reich über das östliche Niederösterreich bis zur Donau ausweiten.

Kaiser Tranian (98-117) sicherte die Grenzen an Rhein und Donau, den Limes. Durch die Unterwerfung der Draker an der unteren Donau konnte die Wasserstraße stromabwärts verlängert und somit eine direkte Verbindung zwischen dem Westen und dem Schwarzen Meer hergestellt werden. Kaiser Hadrian (117- 138) und Antonius Pius (138- 161) vollendeten dann den Grenzwall.

Durchschreiten durften die Germanen den Limes nur an bestimmten Toren, ihre Waffen mussten sie zurücklassen. Der Limes verhinderte lange ihre Ausbreitung nach Süden und Westen. Die erzwungene Sesshaftigkeit sorgte für Ruhe unter den Stämmen, ließ immer mehr junge Männer in den römischen Militärdienst treten, wo sie römische Kampftechniken, Organisation und Verwaltung, wie auch Latein lernten. An der Donau rückten Markomannen und Quaden vor, durch die Steiermark und Kärnten rückten sie nach Aquilea.

Kaiser Marc Aurel (161- 180) hob schnell ein Heer aus Freiwilligen, Veteranen, Sklaven und Gladiatoren aus. Die regulären Truppen standen zu weit entfernt an den Grenzen.

Die Markomannen und Quaden kämpften nicht geordnet, sondern in losen Verbänden. So gelang es dem Kaiser, zuerst die Markomannen und anschließend die Quaden zu unterwerfen. Als Colonen wurden sie schließlich im südlichen Donaugebiet angesiedelt. Marc Aurel starb 180 an der Pest und hatte zu diesem Zeitpunkt Böhmen, Mähren und Nordungarn fast unterworfen.

Seinem Sohn und Nachfolger Commodus (180- 192) fehlte allerdings jedes Geschick. Er brach die Eroberungen ab, stellte die alten Grenzen wieder her und hielt diesen Zustand, wie auch seine Nachfolger bis 235.

Rom konnte also die Grenzen halten, es kündigten sich aber neue Gruppierungen an. Die Cherusker verschwanden in der Bedeutungslosigkeit, die Brukterer wurden am Rhein von Nachbarstämmen niedergemetzelt, doch es bildeten sich auch die Grundlagen der Sachsen, die Franken tauchten auf, in denen auch die Chatten untergingen und man hörte erstmals von den Daliern am Mündungsgebiet des Rheins und an der Maas. Und 212/ 213 wurden dann erstmals die Alemannen erwähnt.

233 überrannten dann die Alemannen den Limes auf der gesamten Front zwischen Rhein und Donau. Sie vernichteten die Kastelle und setzten sich am Oberrhein fest. Die Franken drangen zwischen Lahn und Sieg vor. An der unteren Donau tauchten die Goten auf, am Euphrat die Perser.

Das römische Reich wurde in seinen Grundfesten erschüttert. Krieg und Pest zogen durchs Land. Das römische Imperium war nicht mehr in der Lage, den Ansturm der Barbaren aufzuhalten und die Völkerwanderung begann...



Die Vorrausschlacht

In der Varusschlacht (auch: Schlacht im Teutoburger Wald oder Hermannsschlacht, von römischen Schriftstellern als clades Variana, als "Varusniederlage") bezeichnet.

In der zweiten Hälfte des Jahres 9 n. Chr. erlitten drei römische Legionen samt Hilfstruppen und Tross unter Publius Quinctilius Varus in Germanien eine vernichtende Niederlage gegen ein germanisches Heer unter Führung des Arminius ("Hermann"), eines Fürsten der Cherusker.

Die Schlacht, in der ein Achtel des Gesamtheeres im Römischen Reich vernichtet wurde, leitete das Ende der römischen Bemühungen ein, die rechtsrheinischen Gebiete Germaniens bis zur Elbe (Fluvius Albis) zu einer Provinz des Römischen Reiches zu machen.

Als Ort der Schlacht wurden und werden verschiedene Stätten in Ostwestfalen, Norddeutschland und in den Niederlanden vermutet. Seit Ende der 1980er Jahre werden archäologische Ausgrabungen in der Fundregion Kalkriese am Wiehengebirge im Osnabrücker Land durchgeführt, die den Ort zu einem Favoriten in der Diskussion als Ort der Varusschlacht machten.

Allerjüngste Beiträge erhoben jedoch verstärkt Zweifel an der Auffassung, ein Teil der Schlacht habe in Kalkriese stattgefunden. Das Hermannsdenkmal bei Detmold im Teutoburger Wald erinnert an die Varusschlacht.

Der Zug des Varus war Teil eines umfangreichen Vorhabens zur Ausdehnung des Reichs östlich des Rheins und nördlich der Alpen, die 15 v. Chr. mit dem von Augustus' Stiefsöhnen Drusus und Tiberius geführten Feldzug gegen die Räter und Vindeliker begann.

Drusus, der danach den Befehl über die Legionen am Rhein übernahm, führte in den Jahren 12 v. Chr. bis zu seinem Tod 9 v. Chr. ausgedehnte Erkundungszüge östlich des Rheins durch, bei denen er Elbe und Saale erreichte.

Vom Rhein aus über den Drusus-Kanal, die fossa Drusiana, die Zuiderzee und die Nordsee konnte die römische Flotte die Operationen unterstützen.

Ziel der Römer war es nach gängiger Auffassung der Historiker, die Siedlungsgebiete germanischer Stämme zwischen Rhein und Elbe dauerhaft unter römische Herrschaft zu bringen.

Dazu errichteten sie insbesondere an Rhein (Rhenus), Lahn (Laugona), Lippe (Lippia), Ems (Amisia) und an der Nordsee eine Reihe von befestigten Lagerplätzen und versuchten, unter den Stämmen Verbündete zu gewinnen.

Die Züge des Drusus bildeten die erste Phase kontinuierlicher und militärischer Durchdringung rechtsrheinischer Gebiete durch Rom, die ihren Abschluss im Triumph des Tiberius vom 1. Januar 7 v. Chr. fand.

Tiberius, der inzwischen Pannonien erobert hatte, setzte nach dem Tod seines Bruders diese Politik fort, bis er 6 v. Chr. aus dynastischen Gründen ins selbstgewählte Exil nach Rhodos ging. Weitere Erfolge bei der Befriedung des Landes wurden von Lucius Domitius Ahenobarbus und nach Tiberius' Rückkehr 4 n. Chr. erzielt.

Als Bedrohung stellten sich die unter Drusus in das Gebiet des heutigen Böhmen vertriebenen Markomannen unter ihrem Herrscher Marbod dar. Im Jahr 4 drang Tiberius in Germanien ein, unterwarf die Cananefaten, Chattuarier sowie Brukterer und führte sein Heer bis über die Weser.

Der im Jahr 6 n. Chr. gegen Marbod geplante Großangriff von zwölf Legionen unter Tiberius und Gaius Sentius Saturninus musste aber wegen des zur gleichen Zeit in Pannonien und Dalmatien ausgebrochenen Illyrischen Aufstands (6–9 n. Chr.) abgebrochen werden. Zum neuen Befehlshaber am Rhein wurde 7 n. Chr. Publius Quinctilius Varus ernannt.

Varus befand sich weit im Inneren Germaniens.Die übrigen zwei Legionen Legio I und Legio V waren unter der Führung von Varus' Neffen, Lucius Nonius Asprenas, in Mogontiacum (Mainz) stationiert.

Der römische Historiker Cassius Dio schreibt über die Situation der Römer vor Ort und die von Varus angeblich begangenen Fehleinschätzungen:

"Die Römer besaßen zwar einige Teile dieses Landes, doch kein zusammenhängendes Gebiet, sondern wie sie es gerade zufällig erobert hatten […] Ihre Soldaten bezogen hier ihre Winterquartiere, Städte wurden gegründet und die Barbaren passten sich der römischen Lebensweise an, besuchten die Märkte und hielten friedliche Zusammenkünfte ab. Freilich hatten sie auch nicht die Sitten ihrer Väter, ihre angeborene Wesensart, ihre unabhängige Lebensweise und die Macht ihrer Waffen vergessen. Solange sie allmählich und behutsam umlernten, fiel ihnen der Wechsel ihrer Lebensweise nicht schwer – sie fühlten die Veränderung nicht einmal. Als aber Quinctilius Varus den Oberbefehl über Germanien übernahm und sie zu rasch umformen wollte, indem er ihre Verhältnisse kraft seiner Amtsgewalt regelte, ihnen auch sonst wie Unterworfenen Vorschriften machte und insbesondere von ihnen wie von Untertanen Tribut eintrieb, da hatte ihre Geduld ein Ende."

Der Bericht des Cassius Dio wird durch den archäologischen Befund der Siedlung Waldgirmes gestützt. Bei der Anlage scheint es sich um einen der Plätze zu handeln, über die Dio von der Einrichtung von Märkten und Städten im rechtsrheinischen Germanien schreibt.

Spätestens 4 v. Chr. entstand dort eine mehrphasige Befestigungslage. Hinter ihr verbarg sich kein Befestigungslager, sondern eine Stadt in ihrer Gründungsphase.Waldgirmes gilt als das erste entdeckte Beispiel einer römischen Stadtgründung im Innern Germaniens.Der hohe Anteil an einheimischer Keramik im Fundgebiet von Waldgirmes dokumentiert die Beziehungen zur einheimischen Bevölkerung.

Im Lager von Haltern zeugt die Produktion von Keramik von einem Marktort. In Haltern befand sich eine ungewöhnlich große Zahl an Gebäuden, in der Personen untergebracht werden könnten, die auch zivile Verwaltungsaufgaben durchführten. Nach den archäologischen Befunden befand sich das rechtsrheinische Germanien auf dem Weg zu einer Provinz.

Nach Ansicht einiger Historiker, unter ihnen Werner Eck, sei Germanien vor 9 n. Chr. nicht nur "fast", sondern auch de jure bereits in den Status einer Provinz überführt worden und habe als befriedet gegolten;Varus habe vermutlich den ausdrücklichen Auftrag gehabt, die Verwaltung aufzubauen und Steuern zu erheben. Die archäologischen Befunde scheinen diese Annahme zu stützen.

Die Kritik an Varus, die Provinzialisierung zu energisch vorangetrieben zu haben und durch Rechtsprechung und Abgaben den Widerstand der Germanen hervorgerufen zu haben, greifen übliche Erklärung Roms zum Verständnis von Aufstandsbewegungen auf und entstammen der späteren varuskritischen überlieferung. Arminius warf den Römern Habgier (avaritia), Grausamkeit (crudelitas) und Hochmut (superbia) vor.

Varus' Gegenspieler war Arminius, ein Fürst der Cherusker, der möglicherweise bereits als Kind oder in seiner Jugend als Geisel nach Rom gekommen und dort zum römischen Offizier ausgebildet worden war.Er galt als verlässlicher Bundesgenosse, wurde in den römischen Ritterstand erhoben, diente als Kommandeur der Hilfstruppen und verfügte über gute Kenntnisse des römischen Militärwesens. Anders als sein Bruder Flavus, der Rom immer treu blieb, wandte sich Arminius gegen die römische Oberherrschaft.

Unabhängig davon, ob Varus durch sein ungeschicktes Taktieren das Ehrgefühl der germanischen Stämme verletzt hat oder bereits das übliche römische Verhalten gegenüber anderen Völkern geeignet war, diesen Widerstand hervorzurufen, war Germanien auf jeden Fall nach einem Eroberungskrieg und einem "großen Aufstand", von dem Velleius Paterculus berichtete, nicht voll erobert und immer noch potenziell gefährdet. Der Aufstand wurde von den Cheruskern unter der Führung von Arminius und Segimer durchgeführt.

Arminius gelang es wohl außerdem die Stämme der Marser, Chatten, Angrivarier und Brukterer zu einem Bündnis zu bewegen. Er war auch in der Lage, den germanischen Stämmen die Schwachstellen der römischen Militärtechnik – und auch der eigenen Taktik – deutlich zu machen. Arminius galt als Tischgenosse des Varus und wiegte diesen in dem Glauben, er sei ein treuer Verbündeter Roms. Er wirkte dabei so überzeugend, dass Varus nicht einmal die Warnung des Fürsten Segestes ernst nahm, Arminius plane einen Verrat.

Der Althistoriker Dieter Timpe betont Arminius' Rolle als Anführer regulärer, römisch ausgebildeter cheruskischer Hilfstruppen, die wahrscheinlich gemeinsam mit den Stammeskriegern im Aufstand kämpften. Auch der Archäologe Heiko Steuer sieht einen möglichen Wandel in der Interpretation: "aus den ‚Freiheitskämpfern' wird aufständisches römisches Militär".

Der Ausgangspunkt des verhängnisvollen Zuges war nach Cassius Dio die Weser im Gebiet der Cherusker. Doch die Nachricht über einen vermeintlich kleinen, regionalen Aufstand habe Varus veranlasst, einen Umweg durch ein den Römern weitgehend unbekanntes Gebiet zu nehmen. In unwegsamem Gelände seien Arminius und seine Verschwörer vorausgegangen, angeblich um Verbündete heranzuführen. Der weitermarschierende Varus sei dabei in einen von Arminius sorgfältig geplanten Hinterhalt geraten.

Man geht davon aus, dass die Streitmacht die drei Legionen XVII, XVIII, XIX, drei Alen (Reitereinheiten) und sechs Kohorten mit insgesamt 15.000 bis 20.000 Soldaten, dazu 4.000 bis 5.000 Reit-, Zug- und Tragtiere, umfasste, deren Zug 15 bis 20 km lang gewesen sein muss.

Für die Schlacht wird von Cassius Dio das Jahr 9 n. Chr. angegeben, von Sueton das Jahr 10 n. Chr. Historiker wie zum Beispiel Theodor Mommsen vermuten, dass "der letzte Marsch des Varus offenbar der Rückmarsch aus dem Sommer- in das Winterlager" war. Als Jahreszeit wird allgemein der Sommer oder Herbst angenommen.

Der ausführlichste Bericht über die Schlacht stammt vom römischen Historiker Cassius Dio, abgefasst rund 200 Jahre nach dem Ereignis. In der Schlachtschilderung selbst tauchen zwar rhetorische Elemente auf, doch wird die Differenziertheit der Geländeformation als Beleg dafür gesehen, dass es sich nicht nur um eine bloße Ansammlung von Topoi handelt, sondern daß wirkliche Nachrichten zugrunde liegen. Die althistorische Forschung geht von der Zuverlässigkeit der Angaben Dios aus. Dio berichtet ohne die in den sonstigen Quellen üblichen einseitigen Schuldzuweisungen an Varus.

In seinem Bericht heißt es: "Denn das Gebirge war voller Schluchten und Unebenheiten, und die Bäume standen so dicht und waren so übergroß, dass die Römer auch schon ehe die Feinde über sie herfielen, sich, wo nötig, abmühten, die Bäume zu fällen, Wege zu bahnen und Dämme zu bauen. Und wenn dazu noch Regen und Sturm kam, zerstreuten sie sich noch weiter. Der Boden aber, schlüpfrig geworden um die Wurzeln und Baumstümpfe, machte sie ganz unsicher beim Gehen, und die Kronen der Bäume, abgebrochen und herabgestürzt, brachte sie in Verwirrung.

[…] [Da] umstellten die Germanen sie plötzlich von überall her gleichzeitig durch das Dickicht hindurch, da sie ja die Pfade kannten, und zwar schossen sie zuerst von fern, dann aber als sich keiner wehrte, doch viele verwundet wurden, gingen sie auf sie los.

Es war unmöglich, 1. in irgendeiner Ordnung zu marschieren […], 2. konnten sie sich auch nur schwer zusammenscharen, und waren Schar für Schar immer weniger als die Angreifer, […]

Daher schlossen sie die Römer mühelos ein und machten sie nieder, so dass Varus und die Angesehensten aus Furcht, gefangen genommen oder getötet zu werden – denn verwundet waren sie schon – sich zu einer furchtbaren, aber notwendigen Tat entschlossen. Sie töteten sich selbst.

Als dies bekannt wurde, wehrte sich auch keiner mehr, auch wenn er noch kräftig war, sondern die einen taten es ihrem Anführer nach, die anderen warfen die Waffen weg und überließen sich dem, der sie töten wollte. Denn fliehen konnte keiner, wenn er es auch noch so gerne wollte."

Als entscheidend für Verlauf und Ausgang der Kämpfe werden von allen Quellen die topografischen Bedingungen genannt. Diese werden durch unübersichtliche Waldgebiete, Sümpfe und Moorböden charakterisiert. Danach hatten die Römer keine Möglichkeit, sich zu wehren.Als sich die Römer durch das unwegsame Gelände bewegten, griffen Arminius und seine Verbündeten aus den Wäldern an und konnten von einem Höhenzug zusätzlich profitieren. Ihre Angriffe richteten sich wohl gegen das Ende der Kolonne.

Den überraschten Legionen, die sich mit ihrem Tross über eine lange Strecke zogen, gelang es nicht, eine Kampfformation zu bilden. Zusätzlich wird für den ersten und dritten Tag von heftigen Sturm und Regenfällen berichtet. Die Römer kämpften dabei nicht nur gegen germanische Krieger, sondern auch gegen die abtrünnigen germanischen Hilfstruppen.

Die Germanen verschafften sich im Verlauf der Kämpfe durch ihre besseren Geländekenntnisse Vorteile. Hingegen waren die Römer weniger für einen Einzelkampf ausgebildet und kamen wohl nicht zuletzt durch ihre schwere Rüstung mit den Verhältnissen nicht zurecht.Dennoch gelang es den Römern während der Kämpfe, zeitweise offenes Gelände zu erreichen und auf einem bewaldeten Hügel ein Lager aufzuschlagen.Der Tross wurde durch Verbrennung nicht dringend benötigter Gegenstände verkleinert.

Doch war es anscheinend unumgänglich, den Weg erneut auf unübersichtlichen Waldwegen fortzusetzen.Erst jetzt scheinen die Angriffe der Germanen wieder eingesetzt und die Römer nach Dio ihre schwersten Verluste erlitten zu haben. Die Kämpfe dauerten insgesamt wohl über drei Tage. Nach einer strittigen Textstelle von Cassius Dio kann sich das Kampfgeschehen auch bis zum "vierten Tag" hingezogen haben.

Varus selbst tötete sich gemeinsam mit hohen Offizieren, um der Gefangenschaft zu entgehen. Von den Soldaten scheint noch vergeblich versucht worden zu sein, den Feldherrn zu bestatten. Die römischen Verluste gibt Velleius mit insgesamt drei Legionen, drei Alen und sechs Kohorten an.Zum Zeitpunkt des überfalls waren mindestens fünf Legionen im rechtsrheinischen Germanien.Den beiden Legionen, die Asprenas kommandierte, war die sichere Rückführung an den Niederrhein und die Stabilisierung der dortigen Stellung gelungen. Inwieweit diese Truppen in Kampfhandlungen verwickelt waren, ist unklar.

Das Haupt des Varus wurde im Rahmen eines Bündnisangebotes an den Markomannenkönig Marbod in dessen böhmische Residenz gesandt. Marbod lehnte die Avance jedoch ab und schickte die Trophäe an die Familie des Varus nach Rom. Kaiser Augustus soll angesichts der Niederlage ausgerufen haben:

"Quintili Vare, legiones redde!"

"Quinctilius Varus, gib die Legionen zurück!"

– Sueton: Augustus

Die tiefe Verzweiflung und Depression des Augustus entsprach durchaus den auch von der öffentlichkeit erwarteten Regeln der Trauer.Augustus ließ das abgeschlagene Haupt im für den Kaiser selbst vorgesehenen Mausoleum bestatten, eine Ehre, die nur äußerst verdienten Angehörigen der römischen Oberschicht vorbehalten war.

Die besiegten Legionen wurden nach der Katastrophe, einzigartig in der römischen Militärgeschichte, nicht wieder aufgestellt. Eine symbolische ächtung, um etwa der öffentlichkeit einen Hauptschuldigen zu präsentieren, gab es nicht.Erst in der Zeit der Hochverratsprozesse unter Kaiser Tiberius und nach dem Ausscheiden der Familie aus der Führungsschicht des Reiches entstand das negative Varus-Bild.

Nach der Varusniederlage kam es zu einer "westwärtsgerichteten Offensive" der Germanen, in deren Verlauf sie fast alle Kastelle eroberten. Der Versuch, gegen Rom eine breite Allianz mit den in Böhmen siedelnden Markomannen zu schmieden, schlug fehl, da Marbod das Vertragsangebot ablehnte.

Hinzu kam, dass unter den germanischen Stämmen nach der Schlacht Zwist aufkam. An der Spitze der romfreundlichen Partei stand Segestes. Mit Hilfe von Germanicus konnte er seine von Arminius entführte und geschwängerte Tochter Thusnelda befreien.

Dass Arminius im Jahr 19 aber Marbod besiegen konnte, mag damit zusammenhängen, dass aus dessen Machtbereich die Semnonen und Langobarden zu ihm übergegangen waren. Er scheiterte jedoch beim Versuch, seine Machtstellung bei den Cheruskern auszubauen.

Ein Angebot des Chattenfürsten Adgandestrius, Arminius mit Gift umzubringen, wurde von Rom abgelehnt. Der Vorgang verdeutlicht die innergermanischen Rivalitäten. Im Jahr 21 wurde Arminius von Verwandten ermordet. Nach Tacitus spielte hierbei sein Streben nach der Königsherrschaft die entscheidende Rolle.

Die katastrophale Niederlage des Jahres 9 n. Chr. hatte kurzfristig den fast völligen Rückzug Roms auf die Ausgangspositionen vor der Offensive von 12 v. Chr. zur Folge.

Der Verlust von drei Legionen, sechs Kohorten und drei Alen ging mit der Zerstörung römischer Kastelle zwischen Rhein und Weser einher und bedeutete die zeitweilige Preisgabe aller darüber hinaus gehenden Ambitionen.

Kastelle, Bergwerke und Niederlassungen, wie zum Beispiel Waldgirmes, wurden aufgegeben und sogar planmäßig zerstört. Befürchtungen in Rom bestätigten sich allerdings nicht, die Germanen könnten den Rhein überqueren und die gallischen Stämme die Situation für einen Aufstand nutzen. Augustus ließ zur Vermeidung von Unruhen in der Stadt Rom überall Wachen aufstellen. Gallier und Germanen wurden aus der Stadt verwiesen und die germanische Leibwache wurde auf eine Insel deportiert.

Die Varusschlacht bedeutete keineswegs das Ende der römischen Militärpräsenz in Germanien, vielmehr verfolgte Augustus auch danach ein offensives Konzept. Noch 9 oder 10 n. Chr. konnte Lucius Nonius Asprenas zur Befreiung der eingeschlossenen Truppen des nicht sicher zu lokalisierenden Lagers Aliso beitragen.

Die drei verlorenen Varus-Legionen wurden sofort ersetzt (ohne allerdings die alten Bezeichnungen als 17., 18. und 19. Legion wieder aufzunehmen) und die Gesamtzahl der Rheinlegionen von sechs auf acht erhöht. Ebenso wurde die Flotte wieder eingesetzt.

Augustus berichtet in den Res Gestae (26) wie folgt: "Gallias et Hispanias provincias, item Germaniam, qua includit Oceanus a Gadibus ad ostium Albis fluminis, pacavi." (deutsch: "Die gallischen und spanischen Provinzen und ebenso Germanien, soweit der Ozean [sie] einschließt von Gades bis zur Mündung der Elbe, habe ich befriedet.")

Dieser Satz des Princeps lässt keinerlei Gedanken an Rückzug oder Resignation erkennen. Die Varusniederlage wurde im offiziellen Sprachgebrauch der Res Gestae, des Tatenberichts des Augustus, sogar verschwiegen.

Der Satz ist vielmehr vom imperialen Stolz des Princeps auf die Eroberung einer so weitreichenden Ozeangrenze geprägt. Er zeigt auch, dass Augustus den Anspruch auf Germanien bis zu seinem Tod nicht aufgegeben hat.

Tiberius wurde nach der Niederlage des Varus von Augustus wieder mit dem Kommando in Germanien betraut. Allerdings konnte er sich im Jahre 10 n. Chr. noch nicht entschließen, den Rhein zu überqueren.

Ob seine große Zurückhaltung unmittelbar nach der Varusschlacht eher gegen einen Plan für die sofortige Rückeroberung des Raumes zwischen Elbe und Rhein spricht oder allein kluge Vorsicht widerspiegelt, ist in der Forschung sehr umstritten.

In den folgenden Jahren überschritt Tiberius aber mehrmals den Rhein und drang tiefer ins Landesinnere vor. Schließlich sei er, so der Zeitzeuge Velleius Paterculus, mit Ruhm bedeckt in das Winterlager zurückgekehrt.

Der Erfolg dieser Feldzüge des Tiberius wird in späteren antiken Quellen und in der modernen Forschung anders bewertet als bei Velleius. Nach Dio kam es zu keinen militärischen Auseinandersetzungen, da die Römer aus Furcht vom Rhein aus nicht weit vorrückten.

Auch in der Forschung wird Velleius' Darstellung der Feldzüge angezweifelt, da Velleius dazu neigte, die Leistungen des Tiberius deutlich überzubewerten. Außerdem sind keine Spuren von Militärwegen oder Anzeichen von Holzkohleschichten entdeckt worden, wie sie bei einem großflächigen Abbrennen von Siedlungen zu erwarten gewesen wären.

Daran, dass Tiberius seine Truppen über den Rhein führte, besteht hingegen kein Zweifel. Doch lässt sich durch die spärliche Quellenlage nicht erhellen, was Tiberius in den drei Jahren in Germanien getan und erreicht hat.

Im Jahr 14 begann Germanicus, der zum Jahresende 12 das Militärkommando übernommen hatte, erneut mit Feldzügen in Germanien. Die Vergeltungszüge, die Germanicus in den folgenden Jahren unternahm, richteten sich besonders gegen die Cherusker, Brukterer, Marser, Angrivarier und Chatten.

Germanicus erhielt wohl schon in seinem ersten Jahr eine imperatorische Akklamation. Die noch unter Augustus erfolgte Auszeichnung ist ein deutliches Indiz für sein offensives Vorgehen.

Unmittelbar nach dem Tod des Augustus gelang es Germanicus, eine Meuterei der Rheinlegionen zu unterdrücken. Anschließend führte Germanicus das Heer im Spätherbst in den rechtsrheinischen Raum. Das Ziel waren die germanischen Marser zwischen oberer Lippe und oberer Ruhr.

In einem Umkreis von 50 römischen Meilen (rund 75 km) wurde das Land verwüstet. Auf dem Rückweg gerieten die Römer in einen Hinterhalt der Brukterer, Tubanten und Usipeter. Ihnen gelang es jedoch, sich gegen die Germanen durchzusetzen. In den Jahren 15 und 16 gab es zwischen den Römern und Germanen mit Beteiligung von Arminius mehrere große Schlachten, darunter die Schlacht an den Pontes longi, die Schlacht auf dem Idistavisischen Feld und die Schlacht am Angrivarierwall. Germanicus gelang es, zwei Legionsadler zurückzugewinnen, und er nahm Thusnelda, die schwangere Ehefrau von Arminius, gefangen.

Die moderne Forschung versucht das Bild von der Varusschlacht als "Wendepunkt der Geschichte" zu relativieren. Reinhard Wolters machte 2008 deutlich, dass "die Varuskatastrophe weder militärisch noch politisch einen Einschnitt darstellte und somit keine "epochale Wende" bewirkte." Dennoch halten sich bis heute Urteile, welche die Varusschlacht als einen Wendepunkt auffassen. Nach dem Archäologen Peter S. Wells veränderte die Varusschlacht den Verlauf der Weltgeschichte.

Zur 2000. Wiederkehr der Varusschlacht spielte der nationale Befreiungskampf keine Rolle mehr.



Das Nibelungenlied (PDF-Datei)



Zeittafel der Germanen

Vor der Zeitenwende:

. 2000 v. Chr. caaus den Indogermanen bilden sich die Germanen.
1550-1200 v. Chr. Hügelgräberkultur der mitteleuropäischen Bronzezeit.
1330 v. Chr. Goldkegel von Schifferstadt.
500 v. Chr. Germanische Stämme dringen in die bis dahin keltischen Niederlande vor.
450 v. Chr. Germanen besetzten das Gebiet zwischen Oder und Weichsel und verdrängen die Illyrer.
400 v. Chr. In Norddeutschland Weiterentwicklung der seit dem 6Jh. v.d.Z. nachzuweisenden Jassdorfkultur der Germanen.
350 v. Chr. Grenze des Einzugsgebietes germanischer Kulturen werden der Harz und das Niederrheingebiet.
250 v. Chr. Der Ostgermanische Volksstamm der Bastarnen, ursprünglich an der oberen Weichsel ansässig, zieht in das Gebiet nördlich der Donaumündung. (Bastarnien möglicherweise Träger der Gesichtsurnenkultur).
200 v. Chr. Wanderung der Ostgermanen nach Ost-Mitteldeutschland. Germanenstämme überschreiten den Rhein wo sie keltische Stämme besiegen.
150 v. Chr. Verheerende überschwemmungen an der jütischen Küste veranlassen dort ansässige Germanenstämme zur Wanderung nach Süden.
113-105 v. Chr. Kimbern von der Nordküste kommend, stoßen in das keltische Alpengebiet vor.
113 v. Chr. Erster Zusammenstoß germanischer Stämme mit den Römern bei Noreia. Die Kimbern bringen den Römern eine empfindliche Niederlage bei.
109 v. Chr. Die Kimbern verbünden sich mit den Teutonen, und bringen den Römern eine zweite Niederlage bei.
107 v. Chr. Die mit den Kimbern und Teutonen verbündeten helvetischen Tinguriner, besiegen die Römer bei Angen (Garonne).
105 v. Chr. Kimbern und Teutonen schlagen ein römisches Heer bei Arausio (Orange) in Südgallien.
102 v. Chr. Die Teutonen unter Teutobod, werden bei Aquae Sextiae (Aix-en-Provence) von den Römern unter Marius vernichtend geschlagen.
101 v. Chr. Die Kimbern unter Boiorix erleben bei Vercellae in Oberitalien durch den römischen Konsul Marius eine vernichtende Niederlage.
100 v. Chr. Druck germanischer Stämme auf die Kelten im späteren Mitteldeutschland.
100 v. Chr. Entstehung der ältesten germanischen Runen.
100 v. Chr. Die Germanen verdrängen die Kelten endgültig von Mitteleuropa nach Südwesten. Die verbleibenden Kelten gehen in den Germanen auf.
100 v.d.Z. -200 n.d.Z. Die Goten wandern vom heutigen Südschweden über die Ostsee bis ins Weichselgebiet, und weiter bis zum schwarzen Meer.
72 v. Chr. Sueben unter Ariovist überschreiten den Oberrhein.
70 v. Chr. Die germanischen Sueben unter Ariovist dringen in die verlassenen Süddeutschen Gebiete der Kimbern ein.
60 v. Chr. Germanische Stämme verdrängen die in Böhmen ansässigen Boier. Die in Böhmen verbliebenen Boier, werden später von den Markomannen vertrieben.
58 Die Sueben unter Ariovist werden von Caesar bei Mühlhausen im Elsaß vernichtend geschlagen. Reste des Stammes erreichen ihre Stammesgenossen im Gebiet zwischen Neckar und Donau.
56/55 v. Chr. Die germanischen Usipeter und Tenkterer fallen in Belgien ein.
53 v. Chr. Niederwerfung der Nervier und Quaden durch Caesar.
53 v. Chr. Erste Aufzeichnungen über Germanen und Germanien durch Caesar.
38 v. Chr. Ubier siedeln links des Rheins in der Nähe von Köln.
16 v. Chr. Nach überschreitung des Rheins, schlagen die germanischen Sugambrer den römischen Stadthalter Lollius.
15-13 v. Chr. Augustus trifft am Rhein Vorbereitungen, für einen Großangriff gegen das rechtsrheinische Germanien.
12 v. Chr. Erster Feldzug des Drusus gegen die Germanen. Vorstoß über See entlang der Nordseeküste. Unterwerfung der Bataver, Chauken und Friesen.
11 v. Chr. Zweiter Feldzug des Drusus gegen die Germanen. Vorstoß vom Niederrhein aus gegen Cherusker, und Sugambrer. Römische Truppen erreichen die mittlere Weser.
10 v. Chr. Erste Vorstoße des Drusus gegen die Chatten, mit wenig Erfolg.
9 v. Chr. Von Mainz aus unternimmt Drusus eine zweiten Feldzug gegen die Chatten.
9 v. Chr. Die Markomannen weichen unter dem Druck der römischen Vorstöße in Richtung Böhmen.
6 v. Chr. Teile der Sugambrer siedeln linksrheinisch.
5 v. Chr. Eburonen siedeln am linken Niederrhein in der Gegend des heutigen Mönchengladbach und Krefeld.

Nach der Zeitenwende:

1 n. Chr. Der Weichselraum wird durch die Goten besiedelt.
2 n. Chr. östlich der Elbe siedeln Burgunder, Vandalen, Goten, und Rugier.
2 n. Chr. Zwischen Rhein, Weser, Elbe und der Nordsee siedeln, Sachsen, Ubier, Cherusker, Bataver, Chatten, Chauken, Friesen, Sueben, Semnonen, Langobarden, Hermunduren, Markomannen, Quaden und viele andere. Aus dem Zusammenschluß der Usipeter, Sugambrer, Tenkterer und Brukterer, gehen später die Franken hervor.
4 n. Chr. Freundschaftsvertrag der Römer mit den Cheruskern. Cheruskerfürst Hermann, und sein Bruder Flavius werden Offiziere in der römischen Armee. Der angriff der Römer auf das Markomannenreich wird wegen eines Aufstandes der Illyrer abgebrochen.
6 n. Chr. Unterwerfung der Langobarden durch die Römer.
6 n. Chr. Markomannenkönig Marbod gründet das erste germanische Reich durch Zusammenschluß der Markomannen, mit den Hermunduren, Langobarden, Lugiern, Quaden und Semnonen.
9-16 n. Chr. Germanische Befreiungskriege der Cherusker und weiterer germanischer Stämme unter der Führung Hermanns.
9 n. Chr. Schlacht im Teutoburger Wald. Die Cherusker unter der Führung von Hermann, schlagen 3 Elite-Legionen, sowie einige weitere Hilfslegionen unter der Führung von P. Quintilius Varus. Die Kastelle zwischen Weser und Rhein werden erobert und die Römer aus dem Gebiet vertrieben.
14-16 n. Chr. Germanenfeldzüge der Römer, als Rache für Varus, unter Germanicus. Die Brukterer und Cherusker werden besiegt, Tusnelda, die Gattin Hermanns, entführt. Doch das römische Reich hat sich von den schweren Niederlagen nicht erholt, und zieht sich auf die linke Rheinseite zurück.
14 n. Chr. Germanicus fällt in das Land der Marser ein.
17 n. Chr. Abfall der Semnonen, Hermunduren und Langobarden von Marbod. Unentschiedene Schlacht zwischen Hermann und Marbod.
18-21 n. Chr. Bruderkriege unter den Germanen.
19 n. Chr. Marbod flieht zu den Römern.
19-50 n. Chr. Reich der Quaden.
20-90 n. Chr. Zeit wechselnder Vorstöße der Germanen und Römer.
21 n. Chr. Hermann wird Opfer einer Verschwörung unter den Cheruskern.
28 n. Chr. Römer ziehen sich aus dem Land der Friesen zurück.
39 n. Chr. Germanen schlagen die Römer unter Caligulas in mehreren Schlachten.
50 n. Chr. Chatten dringen in die Maingegend ein und werde zurück geschlagen.
69-71 n. Chr. Großer Aufstand am linken Niederrhein. Die von den Römern rekrutierten Bataver verbünden sich mit anderen Germanenstämmen. Ein Vergleich beendet den Aufstand.
77 n. Chr. Römische Truppen schlagen einen Brukterer Aufstand nieder.
85 n. Chr. Dominian stößt über den Rhein gegen die Chatten vor.
85-89 n. Chr. Verlustreiche Kämpfe der Römer gegen die Daker, Markomannen und Sarmaten enden mit einem Kompromißfrieden.
89 n. Chr. Zweiter Krieg Domitians gegen die Chatten.
98 n. Chr. Der römische Schriftsteller und Politiker Tacitus verfasst die "Germania".
150 n. Chr. Schwere Bedrohung des römischen Reiches durch wandernde Germanenstämme.
165 n. Chr. Kriege am Niederrhein zwischen Chauken und Römern.
166-175 n. Chr. Markomannenkrieg. Markomannen, Quaden und Sarmaten brechen aus Böhmen in die römischen Provinzen Noricum, und Panonien ein. Weitere Germanenstämme (Wandalen, Hermunduren, Langobarden) schließen sich an. Erst nach langen Kämpfen Können die Römer siegen.
178-180 n. Chr. Neue Erhebung der Markomannen.
180 n. Chr. Markomannen von den Römern unter Marc Aurel und Commodus geschlagen.
180 n. Chr. Nach dem Tod Marc Aurels, schließt Commodus Frieden mit den Markomannen.
200 n. Chr. Die Ausdehnung des römischen Einflusses auf Böhmen führt dazu, dass die Alemannen, Semnonen u.a. Sachsen und Thüringen verlassen, und über den Main bis zum Rhein vordringen.
213 n. Chr. Alemannen erreichen den oberen Rhein.
213/214 n. Chr. Erstmalig Abwehrkämpfe der Römer gegen die Alemannen am Rhein, und die Goten an der unteren Donau. Beginn der germanischen Völkerwanderung.
233 n. Chr. Durch den Einfall von Germanen (Alemannen) in die Grenzprovinzen Raetien und Obergermanien wird Kaiser M. Aurelius Severus Alexander zum Abbruch seines Perserfeldzuges gezwungen.
234 n. Chr. Severus Alexander begegnet einem Alemanneneinbruch am Rhein durch Verhandlungen.
256-267 n. Chr. Germanen bringen die gesamte Nordgrenze des römischen Reiches in größte Gefahr.
256 n. Chr. Franken überschreiten den Rhein.
256 n. Chr. Die Alemannen dringen bis nach Mailand vor.
257 n. Chr. Goten dringen bis Makedonien vor.
257 n. Chr. Die Sachsen verheeren die Nordsee- und Atlantikküste bis nach Spanien.
259 n. Chr. Alemannen brandschatzen die alte Helvetierhauptstadt Aventicum.
259/260 n. Chr. Germanen überwinden in breiter Front den obergermanisch-raetischen Limes, dessen Besatzung wegen der innerrömischen Auseinandersetzung zwischen Kaiser Gallienus und dem Ursurpator Postumus erheblich reduziert ist.
260 n. Chr.Am 11. September lässt der Ritter Marcus Simplicinius Genialis in der Nähe von Augsburg einen Weihestein an die Siegesgöttin Victoria errichten, der an den am 24./25. April des Jahres errungenen Sieg der Römer gegen "die Barbaren des Stammes der Semnonen oder Juthungen" erinnert. Die Juthungen werden am Ende des 4. Jahrhunderts als (Teil-)Stamm der Alemannen bezeichnet, welche zu dieser Zeit Streifzüge bis nach Gallien und Oberitalien durchführen.
260 n. Chr. Die Franken siedeln am linken Rheinufer
263 n. Chr. Raubzüge der Seegoten vom schwarzen Meer aus im nördlichen Kleinasien.
265 n. Chr. Der für die "drei Gallien" (Britanien, Gallien, Spanien) ausgerufene römische Kaiser, muss auch das rechte Rheinufer den Franken überlassen.
267 n. Chr. Heruler plündern Athen, Korinth und Sparta.
268 n. Chr. Als Nachfolger des ermordeten Gallienus schlägt M. Aurelius Claudius die Germanen (Alemannen) am Gardasee.
269 n. Chr. In seiner ersten Rede spricht der gallische Gegenkaiser Marius davon, dass "omnis Alamannia omnisque Germania" das römische Volk unter seiner Herrschaft fürchten sollen. Das Zitat findet sich allerdings in der sogenannten Historia Augusta, welche Lebensbeschreibungen der Kaiser von Hadrian (117-138) bis Carinus (283-285) n. Chr. enthält. Es handelt sich dabei um eine Fälschung, die ein Unbekannter Ende des 4. Jahrhunderts angefertigt hat. Sie gibt jedoch vor, von sechs (erfundenen) Verfassern zwischen 284 und 337 n. Chr. geschrieben worden zu sein. Somit scheidet die Stelle als gesicherter Erstbeleg für den Alemannennamen aus.
270 n. Chr. Erneut fallen Germanen, die als "juthungische Skythen", von späteren Schriftstellern auch als Sueben oder Alemannen bezeichnet werden, in Oberitalien ein, wo sie bei Fano an der Adriaküste von Kaiser L. Domitius Aurelianus geschlagen werden.
278-282 n. Chr. Durch Kaiser M. Aurelius Probus werden nach Gallien eingefallene Germanen hinter den "nassen Limes" zurückgeworfen und die Befestigungen an Rhein, Donau und Iller verstärkt.
286 n. Chr. Eindringe der Sachsen, Franken und Westherulern in Gallien.
287 n. Chr. In einem 297 verfaßten Panegyricus auf Constantius I. ist das Gebiet Alamannia für das Jahr 287 belegt. Als Reaktion auf einen germanischen Vorstoß des Jahres 285 beginnt Kaiser Maximianus 286/7 mit einer Gegenoffensive und dringen 288 römische Truppen unter Führung des Diocletianus von Raetien aus in den angrenzenden Teil Germaniens vor.
289 n. Chr. Einbruch der Alemannen, Burgunder und Heruler in das linksrheinische Gebiet.
300 n. Chr. Germanen in Mitteleuropa und auf römischen Gebiet: Westgermanen (Alemannen, Bayern, Chatten, Franken, Friesen, Langobarden, Sachsen, Thüringer), Ostgermanen (Bastarnen, Burgunder, Goten, Rugier, Skiren, Wandalen).
300 n. Chr. Die Langobarden drängen aus ihrem Siedlungsgebiet an der Elbe nach Süden vor.
300 n. Chr. Der Zusammenschluss germanischer Stämme zu Völkerbünden: Sachsen, Franken, Thüringer, Alemannen, Goten, wird politisch spürbar. /td>
341 n. Chr. Der gotische Bischof Wulfila übersetzt die Bibel ins gotische.
350 n. Chr. Das Ostgotenreich unter König Ermanarich, umfasst ganz Südrussland und reicht zeitweise bis zur Ostsee.
350 n. Chr. Vorstöße der Franken.
355 n. Chr. Köln und andere Rheinstädte von den Franken erobert und verwüstet .
356 n. Chr. Ein Alemannenfürst C(h)rocus ist in York (Britannien) an der Erhebung des Hl. Constantinus zum Augustus beteiligt.
357 n. Chr. Nach einem Sieg der Alemannen über den römischen Heermeister Barbatio bei Augst ziehen mehrere Alemannenkönige unter der Leitung von Chnodomarius und Serapio gegen die Römer in die Schlacht von Straßburg. Sie werden vom Caesar Julianus vernichtend geschlagen. Von den 35.000 Alemannen sollen 6-8.000 gefallen sein, während die Römer nur 247 Tote (von 13.000) zu beklagen haben. Im selben Jahr werden nach Raetien eingefallene Juthungen von Barbatio zurückgeschlagen.
359 n. Chr. Bei Mainz überschreitet Iulianus nochmals den Rhein und schließt mit den Alemannenkönigen Macrianus, Hariobaudes, Urius, Ursicinus, Vestralpus und Vadomarius Friedensverträge.
360 n. Chr. Alemannen aus dem Breisgau überfallen an Raetien angrenzende Gebiete. Ihr König Vadomarius wird daraufhin von Iulianus gefangengenommen und nach Spanien verbannt. Für letzteren ist auf einem Meilenstein der Siegestitel Alamannicus maximus bezeugt.
364 n. Chr. Kaiser Valentinianus I. verweigert den Alemannenkönigen in Mailand die erhofften Tributzahlungen; damit beginnt eine Wende in der Alemannenpolitik.
365 n. Chr. Im Kampf gegen weit nach Gallien eingedrungene Alemannen fällt der römische Heermeister Charietto, ein Franke.
366 n. Chr. Die Römer schlagen unter ihrem Reitergeneral Iovinus Alemannen bei Châlon-sur-Marne.
370 n. Chr. Nach einem überfall des Alemannenkönigs Rando auf die Stadt Mainz überschreitet Valentinianus den Rhein und siegt gegen Alemannen, die sich auf einer Höhe verschanzt haben. Im selben Jahr wird der Breisgaukönig Vithicabius auf Anstiften der Römer ermordet.
370/71 n. Chr. Der Versuch des Kaisers, den Bucinobantenkönig Macrianus mit Hilfe der Burgunder gefangenzunehmen, mißlingt. Der an seiner Statt eingesetzte Fraomarius kann sich bei den Bucinobanten nicht durchsetzen, so daß Macrianus schließlich ein Bündnisvertrag gewährt werden muß.
378 n. Chr. In einer Schlacht bei Argentovaria (Horburg im Elsaß) werden die vom Lentienserkönig Priarius angeführten Alemannen durch das von den Franken Nannienus und Malobaudes angeführte römische Heer vernichtend geschlagen. Von 40.000 Alemannen sollen nur 5.000 überlebt haben. Die Flüchtenden werden von Kaiser Gratianus auf rechtsrheinischem Gebiet verfolgt und unterworfen.
382 n. Chr. Endgültiger Friede zwischen Römern und den Westgoten.
383 n. Chr. Die über die Donau nach Raetien eingefallenen Juthungen werden von Bauto, einem römischen Heermeister fränkischer Herkunft, zurückgeworfen.
392 n. Chr. Fl. Eugenius, der von Kaiser Theodosius I. nicht als Mitkaiser anerkannt wird, schließt unter anderem mit Alemannen einen Bündnisvertrag ab.
395-410 n. Chr. Alarich, König der Westgoten erobert den Balkan und zieht gegen Rom.
406 n. Chr. Reich der Burgunder am Rhein.
406/407 n. Chr. Alemannen überschreiten gemeinsam mit Vandalen und Alanen den Rhein, als der römische Heermeister die Rheingrenze zur Abwehr der Ost- und Westgoten entblößen muß.
406-409 n. Chr. Germanische Stämme brechen in Gallien und Spanien ein.
408 n. Chr. Die Westgoten unter Alarich erobern Kärnten.
410 n. Chr. Die Westgoten unter Alarich erobern Rom! Nach einer überlieferung ruft der römische Stadthalter Alarich von der Stadtmauer entgegen, dass auf jeden Goten 12 Römer kämen. Alarich entgegnete: "Je dichter das Gras, umso leichter das mähen". Dann versuchte der Papst sein Verhandlungsgeschick, und fragte Alarich, was er den Römern schenken würde, wenn sie den Goten alle Schätze Roms überlassen würden. Darauf Alarich: "das Leben!" - Rom fiel.
411 n. Chr. Mit Unterstützung von Franken, Burgundern und Alemannen wird Fl. Iovinus zum Kaiser ausgerufen.
429-534 n. Chr. Die Vandalen erobern Nordafrika und Kartago und gründen dort ihr Reich.
430 n. Chr. Die Juthungen werden beim Angriff auf Raetien vom römischen Heermeister Aetius zurückgeschlagen.
436 n. Chr. Alemannenreich am Oberrhein.
433 n. Chr. Die Burgunder, wandern in die Schweiz ein, weitere Niederlassung im mittleren Rhônegebiet. Die Alemannen können sich daraufhin auch über den Rhein hinweg ausdehnen.
449 n. Chr. Sachsen und Angeln erobern England.
451 n. Chr. In der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern kämpfen Alemannen auf Seiten des Hunnenkönigs Attila und vermutlich auch auf fränkisch/westgotisch/römischer Seite mit. Das vereinte germanisch-römische Heer besiegt Attila.
470 n. Chr. Alemannen bleiben in Vorarlberg und der Nordschweiz.
470-476 n. Chr. Der hl. Severin erlangt in der Nähe von Passau vom Alemannenkönig Gibuldus die Freilassung von Kriegsgefangenen. Fast zur selben Zeit gelingt es dem Bischof Lupus, vom Alemannenkönig Gebavultus Gefangene seiner Diözese Troyes freizubekommen. Möglicherweise handelt es sich um denselben Alemannenkönig Gibuldus/Gebavultus.
473 n. Chr. Ostgoten belagern Teurnia.
493-562 n. Chr. Ostgotenkönig Theodorich ("Dietrich von Bern"), Herrscher in Italien. Er bemüht sich vergeblich um Aussöhnung germanischer und römischer Interessen. Seine Friedensplolitik gegenüber den anderen germanischen Nachbarn scheitert.
493-536 n. Chr. österreich bis an den Nordrand der Alpen Teil des Ostgotenreiches.
496/497 n. Chr. In einer Schlacht gegen die Franken, deren König Chlodwig im Verlauf des Kampfes angeblich seine Taufe gelobt, unterwerfen sich die Alemannen, nachdem ihr (namentlich nicht genannter) König gefallen ist. Ob sich die Nachricht, der Rheinfrankenkönig Sigibert sei bei Zülpich (Kreis Euskirchen) in einem Kampf gegen Alemannen verwundet worden, auf diese Schlacht bezieht, ist unsicher.
500 n. Chr. In Britanien können sich die Kelten nur noch in Wales und Cornwall behaupten, die Pikten und Skoten in Schottland. England besteht aus sieben germanischen Königreichen der Sachsen und Angeln.
506/507 n. Chr. Aus einem Brief Theoderichs des Großen an den Frankenkönig Chlodwig kann auf eine weitere Niederlage von Alemannen gegen Franken geschlossen werden. Der Ostgotenkönig nimmt einen Teil der Alemannen unter seinen Schutz.
531 n. Chr. Thüringen wird Teil des Frankenreiches.
531-534 n. Chr. Die Bayern in Abhängigkeit vom Frankenreich.
536 n. Chr. Das Gepidenreich der Goten wird von den Langobarden unter Alboin vernichtet .
537 n. Chr. Der Ostgotenkönig Witigis überläßt dem Frankenkönig Theudebert I. unter anderem Churrätien und das Protektorat über "die Alemannen und andere benachbarte Stämme". Damit befinden sich alle Alemannen unter fränkischer Herrschaft.
553/554 n. Chr. Die Herzöge Butilin und Leuthari, zwei Brüder alemannischer Herkunft, durchziehen mit einem Heer aus Franken und Alemannen Italien.
568 n. Chr. Die Langobarden dringen in Italien ein.
587 n. Chr. Der austrasische König Childebert II. setzt den Alemannenherzog Leudefredus ab und bestimmt Uncelenus zu seinem Nachfolger.
600 n. Chr. Der nordgermanische Stamm der Swear die ihre Herrschaft über das ganze heutige Schweden ausgedehnt haben, beherrschen den Ostseeraum.
605/606 n. Chr. Der Alemannenherzog Uncelenus läßt den burgundischen Hausmeier Protadius ermorden.
607/608 n. Chr. Uncelenus wird wegen der Ermordung des Protadius von der Königin Brunichilde mit dem Abschlagen eines Fußes bestraft und dadurch amtsunfähig.
610 n. Chr. In der Schlacht bei Wangas (in der Nähe von Bern?) kämpfen Alemannen mit transjuranischen Truppen und kehren mit reicher Beute zurück.
613 n. Chr. Der Merowingerkoenig Chlothar II. erreicht ein letztes Mal eine Reichseinigung. Brunichilde, ehemalige Koenigsgemahlin Sigiberts von Austrien, wird gefangengenommen und hingerichtet.
629-639 n. Chr. Dagobert I. ist der letzte tatkräftig regierende Merowinger. Dennoch muss er verschiedene Reichsteilungen gestatten.
631/632 n. Chr. Ein alemannisches Heer unter dem Herzog Crodebertus nimmt an einem Feldzug des Frankenkönigs Dagobert I. gegen den slawischen Herrscher Samo teil.
639/640 n. Chr. Die ersten belegten Stammherren der Karolinger sterben, Arnulf, der Bischof von Metz war, und Pippin der ältere, der schon Hausmeier war.
639 n. Chr. Nach Dagoberts Tod wird das Reich zwischen Sigibert III. (Austrien) und Chlodwig II. (Neustrien) aufgeteilt. Für beide Reichsteile sind Hausmeier belegt, welche die Teilreiche eigentlich regieren.
643 n. Chr. Der Karolinger Grimoald (Sohn Pippins d. Ae.) wird Hausmeier am austrischen Hof. Nach König Sigiberts Tod und den folgenden Thronstreitigkeiten initiiert er .
673-675 n. Chr. König Childerich II. regiert als letzter Merowinger ein Gesamtreich der Franken .
709-712 n. Chr. Pippin der Mittlere führt Feldzüge gegen einen Alemannenherzog Wilharius, der im "Gebiet der Alemannen" in der Ortenau residiert.
718 n. Chr. Strafexpedition der Franken gegen die Sachsen, welche den Neustriern Waffenhilfe geleistet hatten.
722 n. Chr. Der fränkische Hausmeier Karl Martell unterwirft Bayern und Alemannien mit Waffengewalt.
723 n. Chr. Bayern und Alemannen erheben sich erneut unter Bruch der Friedenseide gegen Karl Martell.
730 n. Chr. Zug der Franken gegen die Alemannen, deren Herzog Lantfrid fällt.
732 n. Chr. Schlacht von Tours und Poitiers in der Franken unter Karl die Araber unter Abd-ar Rachman besiegen kann, wofür er von späteren Chronisten den Beinamen Martell (Schmiedehammer) erhält. In den folgenden Jahren kann er im Bündnis mit den Langobarden die arabische Expansion endgültig zum erliegen bringen (bis 738).
741 n. Chr. Nach dem Tode Karl Martells wird das Frankenreich unter seinen beiden Söhnen aufgeteilt; Karlmann erhält unter anderem Alemannien.
742 n. Chr. Gemeinsam ziehen die Hausmeier Pippin und Karlmann gegen den Alemannenherzog Theudebald, der gemeinsam mit Wasconen, Bayern und Sachsen im Elsaß einen Aufstand angezettelt hat.
743 n. Chr. Pippin und Karlmann ziehen gegen den Bayernherzog Odilo, der von Slawen, Sachsen und Alemannen unter Herzog Theudebald unterstützt wird. Odilo und Theudebald müssen nach einer Niederlage am Lech fliehen.
744 n. Chr. Pippin vertreibt den im Elsaß rebellierenden Alemannenherzog Theudebald und bringt "den Dukat in dieser Gegend wieder an sich".
753 n. Chr. Tassilo III. Herzog der Bayern, huldigt dem Frankenkönig als Vasall.
754 n. Chr. Bonifazius kommt auf einer Missionsreise zu den Friesen. Während eines Gottesdienstes bei dem die Friesen zu den alten Göttern beteten, schlug Bonifazius mit einer Axt auf ein Götterbild ein. Worauf die Friesen ihn töteten.
755/756 n. Chr. Die Franken unter Pippin zieht gegen die Langobarden, die bald Pippins Vorherrschaft anerkennen müssen.
772 n. Chr. Auftakt zu den über dreissig Jahre andauernden Sachsenkriegen der Franken. Karl erstürmt die Eresburg und zerstört den heidnischen Irminsul. Er stößt bis zur oberen Weser vor und lässt sich Geiseln stellen.
774/775 n. Chr. Winterfeldzug der Franken gegen die Sachsen, die die Eresburg zurückerobert und fränkisches Gebiet verwüstet hatten.
775 n. Chr. Erneuter Vorstoß der Franken gegen die Sachsen. Ein weiteres Mal wird die Eresburg erobert, desweiteren die Sigiburg. Bei Hoexter erkämpft Karl den Weserübergang und unterwirft die Ostfalen.
776 n. Chr. - Frühjahr - Frankenkönig Karl schlägt einen Aufstand des Herzogs von Friaul blutig nieder, welcher Desiderius Sohn Adlechis wieder zum langobardischen König machen wollte. Die Sachsen erstürmen die Eresburg und belagern die Sigiburg. Karl kann die Aufstände niederschlagen.
777 n. Chr. Frankenkönig Karl hält in der nach ihm benannten Karlsburg (Paderborn) an den Lippequellen seine erste Heeresversammlung ab. Viele Sachsenstämme erscheinen und unterwerfen sich oder lassen sich taufen. Auch arabischen Gesandte treffen ein und überreden Karl zu einem Feldzug gegen den Emir von Corduba.
778 n. Chr. Frankenkönig Karl fällt in Spanien ein, erobert Pamplona und scheitert vor Saragossa. Bei seinem Rückzug fallen die christlichen Waskonen in den Pyrenäen über seine Nachhut her, die unter der Führung von Karls Paladin Roland im Tal von Roncevalles aufgerieben wird.
779 n. Chr. In Sachsen flammen neue Aufstände unter der Führung des Herzog Widukinds auf. Karl stößt bis zur Elbe vor und hält eine weitere Heeresversammlung ab.
782 n. Chr. Bei einem erneuten Einfall nach Sachsen wird eine fränkische Heer am Süntel vernichtet. Bei Verden an der Aller rächt sich Frankenkönig Karl, indem er mutmaßliche Rädelsführer hinrichten lässt (angeblich 4500 Mann).
783 n. Chr. - Sommer - Die Sachsen liefern Karl bei Detmold und an der Hase offene Feldschlachten, in denen Karl jedoch die Oberhand behält. Ende des Jahres heiratet er die Fastrada, Tochter des Grafen Gerold.
784 n. Chr. Fränkischer Sieg über die Sachsen beim Reitergefecht bei Dreingau. Karl verfolgt den fliehenden Widukind.
785 n. Chr. Nach dem Tod des Halbbruders Pippins III. Bernhard ist Karl Familienältester. -Herbst - Karl stellt Widukind im Bardengau. - Weihnachtsfest - Widukind unterwirft sich auf der Pfalz von Attigny und wird zwangsgetauft.
792-795 n. Chr. Weitere Sachsenaufstände, die von den Franken unter Karl dem Großen in langwierigen Kämpfen niederschlagen werden.
792 n. Chr. Aus dem Zusammenschluß nordgermanischer Stämme wie Swear und Gotar entstehen die Wikinger.
793 n. Chr. Wikinger überfallen das Kloster der Insel Lindisfarne vor der ostenglischen Küste.
795 n. Chr. Wikinger-überfall auf das Kloster Iona in Irland.
796-799 n. Chr. Weitere Sachsenfeldzüge Frankenkönig Karls zur Befriedung des Gebietes.
800 n. Chr. Unzählige Wikingerangriffe führen zum Zerfall aller angelsächsischen Königreiche mit Ausnahme von Wessex.
800 n. Chr. Wäränger Herrschaft an der an der Schleimündung mit dem Handelszentrum Haithabu.
804 n. Chr. Letzte große Sachsenerhebung, die von den Franken niedergeschlagen wird.
805 n. Chr. Karl der jüngere zieht gegen Böhmen, welches die fränkische Oberhoheit anerkennt.
806 n. Chr. Schwedische Wikinger besiedeln als Kaufleute Gebiete um den Ladogasee und gründen Novgorod.
808 n. Chr. Wikinger König Göttrik von Dänemark zerstört die slawische Handelsstadt Reric und siedelt in unmittelbarer Nähe die gleichen Kaufleute im neu gegründeten Haithabu an.
810 n. Chr. Dänische Wikinger greifen die friesische Küste an, die zum Reich Karls des Großen gehört; König Godfred von Dänemark wird von den eigenen Leuten ermordet.
810 n. Chr. Tod des Wikingerkönig Godfred von Dänemark, Erbauer des "Danewerks", zur Abwehr der Franken.
814 – 281 n. Chr. Frankenkönig Karl der Große stirbt in Aachen.
820 n. Chr. Ansgars erste Missionsreisen nach Dänemark und Birka in Schweden.
820 n. Chr. Normannen gründen einen Staat in Irland.
830 n. Chr. Sachsenkönig Egbert von Wessex gewinnt die Vorherrschaft im angelsächsischen Raum.
834 n. Chr. Das Wikinger Bootsgrab von Oseberg in Norwegen.
835 n. Chr. Die Sachsen unter König Egbert, schlagen die in Wessex gelandeten Wikinger Noirmoutier an der Loire wird geplündert.
840 n. Chr. Norwegische Wikinger dringen in Irland ein und gründen Dublin als Stützpunkt und Handelsplatz. Es kommt zu heftigen Kämpfen mit dänischen Wikinger um die Oberhoheit.
843 n. Chr. Plünderung von Nantes, die Wikinger überwintern zum erstenmal im Frankenreich .
843 n. Chr. Vertrag von Verdun. Die Enkel Karls des Großen teilen das Frankenreich. Karl der Kahle erhält das überwiegend romanische Westreich. Ludwig der Deutsche das rein germanische Ostreich. Lothar das zwischen den beiden Reichen liegende Burgund, Lothringen und Italien sowie die Kaiserkrone.
844 n. Chr. Wikinger erobern Sevilla, werden aber schon nach einer Woche von den Mauren wieder vertrieben.
845 n. Chr. Plünderung von Paris, Karl der Kahle zahlt 7000 Pfund Silber für den Abzug der Wikinger Zerstörung Hamburgs durch Wikinger.
851 n. Chr. Auf der Insel Thanet überwintert erstmals ein Wikingerheer in England .
853 n. Chr. Der norwegische Wikingerführer Olaf besiegt die dänischen Wikinger in Irland und herrscht dort bis zu seinem Tod im Jahre 871 .
858 n. Chr. Schwedische Wikinger gründen Kiew.
859 n. Chr. Eine Wikingerflotte plündert Küstenstädte im Mittelmeerraum .
860 n. Chr. Wikinger greifen erfolglos Miklagard das heutige Byzanz an; Norwegische Wikinger entdecken das heutige Island.
862 n. Chr. Wikinger plündern Köln.
863 n. Chr. Wikingerüberfall auf Xanten.
865 n. Chr. Ivar der Knochenlose und andere Wikingerführer fallen in England ein.
866 n. Chr. Wikinger nehmen die Stadt York ein; Wikingerüberfall auf Spanien.
870-940 n. Chr. Harald Schönhaar regiert fast das ganze Norwegen.
871 n. Chr. Alfred der Große tritt die Herrschaft in Wessex an und kämpft gegen die wikingischen Eindringlinge.
874 n. Chr. Norwegische Wikinger gründen eine Siedlung in Island.
881 n. Chr. Wikingerüberfälle auf Aachen, Worms, Mainz, Metz, Bonn und Köln.
885 n. Chr. Dänische Wikinger belagern Paris bis sie von den Franzosen freie Durchfahrt stromaufwärts und 700 Pfund Silber erhalten.
885 n. Chr. Festlegung der Südgrenze des Danelag durch einen Friedensvertrag zwischen den Angelsachsen und den Wikinger.
902 n. Chr. Die Iren vertreiben die norwegischen Wikinger aus Dublin.
907 n. Chr. Die Rus - schwedische Wikinger in Rußland greifen Konstantinopel von See her an, der byzantinische Kaiser bietet ihnen Tribut und Handelsrechte an.
911 n. Chr. Der französische König Karl der Einfältige überträgt dem Wikingerführer Rollo die spätere Normandie als Lehen Ein Vertrag zwischen den Rus und Byzana erwähnt erstmals Wikingersöldner in byzantischen Diensten.
917 n. Chr. Dublin wird von den Wikinger zurückerobert.
926 n. Chr. Der deutsche Sachsenkönig Heinrich der erste, besigt die Ungarn.
930 n. Chr. Die Wikinger in Island gründen eine Volksversammlung, das sogenannte Althing, ihm obliegt die Gesetzgebung und die Rechtsprechung.
934 n. Chr. Der deutsche Sachsenkönig Heinrich der Erste, besiegt den dänischen Wikingerkönig Chnuba bei Haithabu .
954 n. Chr. Eadred vertreibt den letzten Wikingerkönig Erik Blutaxt aus York Eric stirbt in der Schlacht von Stainmore.
982 n. Chr. Der isländische Wikinger Erik der Rote entdeckt Grönland.
985-987 n. Chr. Harald Blauzahn, (Wikinger) Sohn Gorms des Alten ist König von Dänemark. Er wird 965 getauft und christianisiert Dänemark .
985 n. Chr. Landen die Wikinger unter der Führung von Bjarne Herjolfsson an der Küste. Amerikas. Eigentlich wollte er nach Grönland, kam dann aber vom Kurs ab.
987 n. Chr. Leif Erikson, der Sohn Erik des Roten, versuchte dann mit seinen Leuten dieses Land wiederzufinden. Er fand es, und landete um 987 an der Küste Amerikas, und nannte es Vinland. Von dort aus fuhr noch weiter in südlicher Richtung entlang der Küste.
987-1014 n. Chr. Sven Gabelbart (Wikinger) ist König von Dänemark .
986 n. Chr. Erik der Rote und etwa 400 isländische Wikinger kolonisieren Grönland .
995-1022 n. Chr. Olof Skötkonung (Wikinger) ist König von Schweden .
965-1000 n. Chr. Olaf Tryggvason ist König von Norwegen. Er stirbt in der Seeschlacht von Svolder.
1000 n. Chr. Das isländische Althing (Wikinger) beschließt die übernahme des Christentums als Staatsreligion um.
1014 n. Chr. Knut der Große, Sohn des Sven Gabelbart, besiegt in der Schlacht von Ashingdon den englischen Adel und errichtet ein anglo-wikingisches Königreich.
1015 n. Chr. König Olaf Haraldsson (Wikinger) erobert Norwegen und erklärt das Christentum zur Staatsreligion .
1016 n. Chr. Der Dänenkönig Knut (Wikinger) erobert den englischen Thron und regiert dort die nächsten 20 Jahre.
1020 n. Chr. Die Normannen nehmen Unteritalien in Besitz.

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