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„Es gibt keine Kampfhunde-
nur Kampfbesitzer“!

 

(Christoph Kappel, Film-Tiertrainer)

 

 

Zwei Gassistunden
am Tag braucht
der zufriedene Hund!
Und würde er gefragt,
gibt`s auch für mehr
jeden Grund!

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Hundeschule-Hessling
FdGBH

Unser Tierarzt:
DVM G. Klünder



Alt Glasow 22
15831 Mahlow
Tel:. (03379) 3 81 40
Mobil: (0171) 6 32 69 26

Mo, Mi, Do,
16:00 - 18:30 Uhr
Fr, Sa,
14:00 - 15:00 Uhr

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Warum spring der Hund uns an?

Wenn ein Hund einen Menschen anspringt heißt es meist "der ist nicht erzogen" oder gar "der ist dominant".

Oft ist es ja auch so, dass wenn ein kleiner Hund oder sogar Welpen an einem Menschen hochspringen sie dafür belohnt und bestätigt werden, man spricht mit ihnen, man findet das süß.

Ist der Hund dann mal größer geworden, dann wird beim Anspringen geschimpft, obwohl er früher dafür mit Gesten und Worten belohnt wurde.
Zu behaupten, ein anspringender Hund sei dominant, ist vollkommen falsch. Hunde springen am Menschen hoch, um an ihren Mundwinkeln zu kommen.

Dort möchten sie, ihrer Art entsprechend, sie zur Begrüßung zum ablecken. Denn das ist eine Unterwerfungsgeste, genau das Gegenteil einer Dominanz!

Das Hochspringen ist ein hundetypisches Verhalten.

Er macht es in guter Absicht einer Unterwerfungsgeste, die vom Menschen falsch verstanden wird. Da aber der Menschenmund nicht so einfach wie ein Hundemund zu erreichen ist, springt der Hund hoch.

Als Alternative kann man dem Hund auch beibringen, an der Hand zu lecken.
Wenn der Mensch anfängt, den Hund für das Springen anzuschreien, versucht der Hund erneut zu springen, denn er möchte den wütenden Menschen beschwichtigen. So beginnt ein Teufelskreis...

Mit neutraler, konsequenter Erziehung können Sie erreichen, dass der Hund es versteht, nicht anzuspringen. Sie müssen ihm dafür aber eine "Alternativ-geste" beibringen (z.B. Sitz, Hinlegen, Hand lecken, o.ä.), damit er Ihnen seine "Unterwerfung" artgerecht deutlich machen kann!


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Auch kleine Hunde müssen erzogen werden

Es gibt Menschen die glauben, dass man kleine Hunde nicht erziehen muss.
Aber man darf nicht vergessen: Egal wie klein Hunde sind, es bleiben Hunde!
Es ist weder gerecht noch sinnvoll, wenn kleine Hunde keine Regeln und Erziehung bekommen. Genau wie die Große möchten auch sie Spaß haben und ausgelastet werden. Sie möchten nicht getragen werden oder Schleifchen in die Haare bekommen. Sie möchten auch nicht aufs Katzenklo gehen ...

Das ist nicht ihrer Art gerecht. Die kleinen Rassen möchten auch mit anderen Hunden spielen, sich im Dreck wälzen, schnüffeln und buddeln...

Und noch etwas: so kleine Wadenbeißer können auch ganz schön weh tun!


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Der Hund als Gärtner

Viele Herrchen und Frauchen kennen das Problem: Ihr Hund wäre gerne ein Hobby-Gärtner...
Auch wenn die Hundehalter meistens wenig begeistert davon sind, ist die Freude am Buddeln im Grunde ein ganz natürliches Hundeverhalten. Besonders junge Hunde haben meistens einen Heidenspaß daran.

Erdhund-Rassen wie Dackel oder Jack-Russel-Terrier sind sogar oft ihr Leben lang passionierte Hobby-Gärtner.
Hier einige Tipps, wie Sie Ihren Hund vom Buddeln abbringen können:
- Schützen Sie Blumen- und Gemüsebeete mit kleinen Zäunen vor der Buddel-Wut Ihres Vierbeiners. So wie er etwa im Straßenverkehr lernt, brav am Bordstein anzuhalten, kann er mit dem Kommando "Nein!" lernen, dass er Zäune im Garten nicht überqueren darf.

- Ganz wichtig ist es, dem Hund Alternativen zu bieten. Lenken Sie Ihren Hund mit Such- oder Apportierspielen ab. Optimal ist eine Extra-Buddelkiste, in der sich Ihr Liebling so richtig austoben darf. Noch interessanter wird die Buddelkiste, wenn Sie Spielzeug darin verstecken...

- Lassen Sie Ihren Hund nicht alleine im Garten. Denn oft gräbt er aus purer Langeweile den Garten um.

- Wenn Ihr Hund immr wieder an der selben Stelle im Garten buddelt, geben Sie etwas von seinem Kot darauf. Hier wird er dann nicht mehr graben...!


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Der Hund soll zuerst weggucken!

Warum machen Menschen solche Machtspielchen? In einigen Expertenbüchern steht, treffen sich die Blicke von Mensch und Hund, soll der Mensch dem Tier solange in die Augen sehen, bis dieser zuerst wegschaut. So würde der Mensch seine Dominanz "belegen"...!

In dem sie einem Hund starr in die Augen blicken, bedrohen sie ihn jedoch. Warum sollte man das tun?
Das Anstarren und Fixieren ist unter Hunden eine Drohgebärde!
Guckt der Hund dann weg, beschwichtigt er den Menschen.
Aber es gibt auch Hunde, die machen das Spielchen mit und legen sich dann mit dem Menschen an. Ob das so sinnvoll ist...

Nicht zu verwechseln mit normalem Blickkontakt, der immer nur Sekundenweise und mit einem anderen Gesichtsausdruck stattfindet...!


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Hunde sind individuell-
auch in der Erziehung!

"Diese Rasse ist unerziehbar...braucht eine starke Hand".
"Diese Hunde hören halt schlecht, das liegt an der Rasse...!"
"Das ist eben ein . . .! Die hören nun mal nicht...!".

Was für ein Schwachsinn!!!

Jeder Hund ist ein Individuum. Jeder Hundecharakter ergibt sich aus einer Mischung von Umwelt und Genetik, egal welcher Rasse.

Es gibt natürlich Rasseunterschiede. So sind die Hunde auch für spezielle Aufgaben selektiert worden. Aber man muss immer bedenken, dass es "DEN" Hund nicht gibt.

Und eine starke Hand braucht gar kein Hund, nur eine konsequente von einem Hundeführer, der ihn versteht und artgerecht beibringt, was er lernen soll.

Das gilt für den Dackel genauso, wie für Bullterrier, Collie oder Bärenhund!


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Nackenschütteln als artgerechte Bestrafung in der Hundeerziehung

Viele so genannte Experten raten, dass man einen Hund bestrafen soll, in dem man ihn im Nacken packt und hin- und her schüttelt. Das würde die Mutterhündin auch mit ihren Welpen tun.

Fakt ist, dass eine Hundemutter niemals ihre Welpen im Nacken packt und schüttelt. Sie packt zwar ihre Welpen im Nacken, aber lediglich nur um sie zu tragen, niemals um sie zu schütteln! Denn im Nacken packen und schütteln bedeutet in der freien Wildbahn bei den Wölfen: "Ich töte Dich!".

Das ist ein Beuteverhalten, bei Hunden und Wölfen.
Beute wird im Nacken gepackt, um ihnen das Genick zu brechen bzw. um sie tot zu schütteln. So eine "Bestrafung" würde kein Hund verstehen. Man erreicht eigentlich nur, dass das Vertrauensverhältnis zwischen dem Hund und seinem Menschen total zerstört ist und wahrscheinlich auch hinterlässt einen total verängstigen und verstörten Hund.

Oder sogar einen aggressiven Hund, der sich wehrt, um sein Leben zu schützen. Man kann bei Welpen untereinander manchmal leichte Ansätze von Nackenschütteln erkennen, in Spielsequenzen.

Es werden Bewegungsabläufe geübt, einzelne Sequenzen von Beutefang und jagen...


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Reagieren Hunde auf mehr Laute oder Zeichen?

Viele glauben, dass Hunde vorallem auf die Stimme des Menschen reagieren.
Das stimmt so aber nicht!

Natürlich reagieren Hunde auf die Stimme des Menschen, aber hauptsächlich sind sie Künstler im Verstehen der Körpersprache.

Hunde reagieren viel besser auf Sitzzeichen, als auf die Stimme.
Das ist uns Menschen oft nicht bewusst.

Ein Beispiel:
Wir bringen dem Hund das "Sitz" bei. Unbewusst geben wir dabei immer ein Sichtzeichen, zum Beispiel den Finger heben.

Versucht man nun mal nur den Finger zu heben, ohne "Sitz" zu sagen, wird der Hund sich bestimmt auch hinsetzten.
Nimmt man nun mal die Hände auf den Rücken oder dreht sich um und gibt nur das Kommando "Sitz", wird der Hund wahrscheinlich verwirrt sein und sich nicht hinsetzen.

Probieren Sie es mal aus...


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So kann man Hunde nicht erziehen!

Hundebesitzer stecken die Nasen von Welpen gerne in das gerade in die Wohnung gemachte Häufchen, um die Hunde so stubenrein zu bekommen.

Bei vielen Menschen eine beliebte Bestrafungsmethode, damit der Hund weiß was er gemacht hat und warum er bestraft wird. Wie bei Menschenkindern auch hier einfach nur seelische Grausamkeit!

Außerdem verliert der Hund so völlig das Vertrauen in seine Bezugsperson.
Wenn ein Hund in die Wohnung macht, aus welchen Gründen auch immer, zeigt man auf das "Gemachte" mit dem Hinweis "Das ist Aus!" oder "Das ist Pfui!". Dann sollte er an den Ort gebracht werden, wo er hinmachen soll, mit den Worten "Hier hin!".

Das Malheur wird ohne viel Aufsehen gesäubert und fertig. Nach ein paar Wiederholungen weiß der Hund genau, wo er hinzumachen hat!
Fatal ist auch, wenn der Hund vor längerer Zeit in die Wohnung gemacht hat und dann dafür bestraft wird.

Ein Hund verknüpft innerhalb von einer Sekunde. Das sollte JEDEM Hundebesitzer geläufig sein! Logischerweise kann er dann die Strafe absolut nicht mehr mit seiner "Tat" verknüpfen, versteht die Welt und viel Schlimmer, seine Bezugsperson nicht mehr!

Erwischt man ihn auf "frischer Tat" und straft ihn dann, kann es passieren, dass er nächstes Mal unterm Bett macht oder sich woanders versteckt, weil er gelernt hat, in Anwesenheit der Bezugsperson darf nicht mehr in die Wohnung gemacht werden.

Oder noch schlimmer: Der Hund bekommt Angst sich draußen zu entleeren, denn dort ist die Bezugsperson anwesend...

Er hat das Fehlverhalten dann nicht mit dem Ort, sondern mit der Person verknüpft! Wieder entsteht ein Teufelskreis...

Gründe, warum ein Hund in die Wohnung macht:
- er ist krank (Inkontinens / Blasenschwäche) - er ist noch nicht stubenrein - er hat es nicht anders gelernt - er hat panische Angst vor irgendwas - er ist hyperaktiv / gestresst - er hat Schmerzen


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Dazwischengehen oder alleine klären lassen?

Wenn Hunde in Streit geraten

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte? Nicht bei Vierbeinern. Wenn Hunde sich so richtig in die Haare kriegen, kann der Kampf mit bösen Verletzungen enden. Und Halter stehen oft hilflos da und fragen sich: Soll ich eingreifen oder nicht?

Meistens sind Hunde gut in der Lage, Streitereien unter sich zu klären. In dem Moment, wo sich die Vierbeiner aber beißen
oder verletzen, sollte man dazwischengehen. Das gilt vor allem bei ungleicher Kräfteverteilung. Also wenn ein Schäferhund zum Beispiel einen Chihuahua angreift.

Wichtig ist dabei immer, dass man sich selbst nicht verletzt.

Unter Hündinnen laufen die Prügeleien oft viel brutaler ab als unter Rüden. Rüden sind zwar grundsätzlich aggressiver und geraten schneller in Streit.
Die meisten Auseinandersetzungen hier sind aber ritualisierte Kämpfe, bei denen es eher darum geht, die Kräfte zu messen.

Bei Hündinnen dauert es oft länger, bis sie sich an den Kragen gehen. Dann ist der Kampf aber ernst und die Verletzungen oft schwer.
Hündinnen sehen andere Hündinnen viel mehr als Konkurrenz, weil sie ja einen Wurf großziehen müssen. Daher gehen die Kämpfe oft um Leben und Tod.

Manchmal lässt sich ein Kampf dadurch beenden, dass beide Hundebesitzer ihre Vierbeiner laut rufen und in entgegengesetzte Richtungen von den Hunden wegrennen.

Das funktioniert aber nur bei richtig gut erzogenen Tieren. Zwar haben Hunde in Anwesenheit ihrer Halter tatsächlich ein größeres Selbstbewusstsein und lassen manchmal von dem Kampf ab, wenn sie merken, dass ihr "Helfer" weggeht. Oft sind sie aber so stark in den Kampf vertieft, dass es ihnen noch nicht einmal auffällt...!

Ineinander verwickelte Hunde lassen sich gut dadurch trennen, dass jeder Hundebesitzer seinen Vierbeiner an den Hinterbeinen packt und hochhebt.

Vorsichtiger vorgehen sollte man, wenn sich Hunde bereits ineinander verbissen haben. Lässt einer nicht los, kann gewaltsames Auseinanderreißen der Tiere zu schweren Verletzungen führen.

Hier hilft es, die Hunde ordentlich zu erschrecken, z.B. durch laute Geräusche wie mit Tröten. Falls Wasser in der Nähe ist, einfach über die Streithähne kippen.
Keinesfalls aber darf man einen Hund, der in eine Beißerei gerät, treten oder schlagen. Das macht das Tier nur noch aggressiver.


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Wie weit geht das Spielen unter Hunden?

Wenn Hunde sich begegnen hört man von den Besitzern oft:
"Das machen die schon unter sich aus" oder "Das sieht schlimmer aus als es ist"...

Oft ist das auch so, aber es gibt auch hier wieder viele Ausnahmen, wo man auf jeden Fall eingreifen sollte.

Was ist nicht in Ordnung?
1.) Zu wildes Spiel sollte man nicht zulassen und früh genug trennen, denn Spiel ist stressig und kann ganz schnell in Aggression umschlagen.

2.) Wenn ein Hund keinen Spaß an dem Spiel hat (Mobbing).

3.) Wenn ein Hund gehetzt und gejagt wird und er Angst und Stress hat.

4.) Wenn ein Hund älter ist oder Schmerzen hat.

5.) Ernsthafte Beißereien (Vorsicht! Die eigene Sicherheit ist bei Einmischung gefährdet!)

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