Die Germanen:
Ernährung, Kleidung und Gesellschaft

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"Hunde haben
alle guten Eigenschaften
der Menschen,
ohne gleichzeitig
ihre Fehler zu besitzen."

 

(Friedrich der Große, Deutscher Kaiser)

 

 

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Möchte Dich
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Aussehen und Kleidung

Die Germanen waren groß, kräftig gebaut und hatten helles, rötlich- blondes Haar, einen hellen Teint und blaue Augen (wohl kaum alle, aber gerade diese Erscheinungen faszinierten sowohl Römer als auch Griechen). Sie waren auf ihr helles Haar sehr stolz, behandelten es diesbezüglich mit einer Mischung aus Asche und Talg.

Körperpflege war ihnen sehr wichtig, sie wuschen und kämmten sich täglich. Langes Haar war das Zeichen der Freien, kurzgeschorenes das der Knechtschaft. Wildwuchernde Bärte der Germanen gehören ins Reich der Legenden: Wenn sich ein Mann nicht glattrasierte (Rasiermesser gab es bereits), so stutzte er sich zumindest den Bart. Die Frauen trugen ihre Haare generell lang.

Männer trugen Hosen, die bis zum Knie reichten und von einem Gürtel gehalten wurden. Es gab auch Hosen mit angenähten Füßlingen, Strümpfe und Unterwäsche waren noch unbekannt. Die Hosen wurden von den asiatischen Reitervölkern übernommen und verbreiteten sich mit dem Reiten. Germanen und Kelten kämpften nackt oder zumindest mit nacktem Oberkörper, trugen aber ansonsten üblicherweise einen Hemdkittel mit halblangen ärmeln.

Kopfbedeckungen waren eher selten, es gab sie aber. Meist waren es dann konische Mützen aus Filz, Lederkappen oder auch Wollmützen. Bundschuhe und niedrige Schaftstiefel bedeckten die Füße. Germanische Frauen trugen zur Zeit von Tacitus ärmellose, bis auf die Füße reichende, hemdartige Kleider, die an die griechische Tracht erinnerten. An der Schulter wurden diese Kleider mit Fibeln gerafft und mit einem Gürtel unter der Brust, eventuell auch noch mit einem um die Hüfe, in Form gebracht. Auch sie trugen dazu Mäntel, die denen der Männer glichen.

Ein lederner Gürtel mit auffallenden Ringösen zog das Kleid in den Hüften zusammen. An diesen Ringösen hingen kleine Beutel mit ständig benötigten Dingen, wie Nähzeug, Spangen, Schmuck und kleinen Gegenständen des Haushalts. Ein besonders wichtiges Kleidungsstück für Männer und Frauen war der mantelartige Umhang aus Wollstoff. Diese "Decke" die an der rechten Schulter von einer Fibel zusammengehalten wurde, hängten sich die Germanen um.

Eine besondere Bedeutung hatte der Gürtel der Männer. Ihm schrieb man Kraft und Magie zu, er sollte auch schützen. Zugleich war er Macht- und Würdezeichen, also Statussymbol. Da die Kleidung keine Taschen hatte, trug man an dem Gürtel einen Beutel. Dieser enthielt allerlei Dinge, wie etwa Messer, Kämme, Schüsseln, .... Gürtelschnallen mit Dorn gab es schon zur Zeitwende.

An langen Winterabenden wurde das Garn gesponnen, aus dem man dann selber das Tuch für die Kleidung webte.


Ernährung und Wohnen

Tiere und Menschen lebten unter einem Dach. Die Kühe standen in Boxen mit dem Kopf zur Außenwand. Fenster gab es keine; der Wohnteil wurde manchmal durch eine Flechtwand vom Stall getrennt. In der Mitte dieses Wohnteils war die Feuerstelle. Der große Raum diente zugleich als Wohnraum, Schlafraum und Küche.

Die Menschen ernährten sich von Milch, Butter, Käse und dem Fleisch der geschlachteten Tiere.
Die Jagd war der wichtigste Bestandteil im Leben der Germanen. Sie diente nicht nur dem Leben bzw. überleben, sondern war gleichzeitig ein Ruhmnachweis jedes einzelnen Jägers. Diese waren Männer, aber auch zum Teil schon sehr junge Jungen. Erst wer gute Beute, zumeist Auerochsen, gemacht hatte, galt als etwas.

Jeder, der selbstständig ein Tier erlegt hatte, bekam dessen Horn, und bewahrte es auf, um sich zu messen. Die Jagd sollte die jungen Männer abhärten und auf den Kampf vorbereiten. Bei der Jagd ging man so vor, dass das Tier in eine Grube gelockt und anschließend getötet wurde. Aber nicht nur das Fleisch und die Hörner fanden Verwendung, auch das Fell wurde weiterverarbeitet.

Gezüchtet wurden Schweine, Rinder, Pferde und Schafe. Die prozentuale Verteilung hing von der Umgebung ab. In Waldgebieten mit viel Eichen- und Buchenbestand wurden vornehmlich Schweine (Futter: Eicheln/ Bucheckern), so wie in waldlosen Grasgebieten Rinder bzw. Pferde und Schafe gehalten. Sie galten als Käse-, Milch-, und Fleischlieferanten.

Die Tiere waren im allgemeine viel kleiner als die, die wir heute kennen.

Aufgrund der Jagd und Viehzucht, legten die Germanen keinen besonderen Wert auf den Ackerbau. Obwohl dieses Verhältnis sich von Stamm zu Stamm änderte sowie von der Umgebung und Einstellung des Stammes abhing. Angebaut wurden als Getreide: Hirse, Gerste, Weizen, Hafer und Roggen, als Gemüse: Möhren, Kohl, Rettich, Kopfsalat, Spargel, Porree, Zwiebel und Sellerie. Obst war äußerst selten, nur am Rhein und Donau wurden Weintrauben angebaut, deren Nutzung allgemein bekannt ist.

Auch "Unkraut", wie Ackerspargel, Gänsefuß und Knöterich konnten im Mageninhalten von Moorleichen gefunden werden, was darauf hinweist, dass die Germanen Kräuter/Pflanzen gesammelt haben. Aus Erfahrungen, Beutezügen und Tauschhandel kamen in den Jahrhunderten auch Dinge wie Reis, Bulgur, Gerstengras, Haferflocken, Kürbis, Amaranth und Quinoa auf den Speiseplan.

Als Getränke beliebt waren Säfte aus Gerste/Weizen oder aus Weintrauben. Auch wenn sie weit in der Obstherstellung zurücklagen, die Kunst des Weins verstanden sie schon sehr früh. Durch die Trunksucht schienen sie ihre Probleme besser verdrängen zu können als in Kämpfen. Frauen oder Antialkoholiker bevorzugten geronnene Milch und gepresstes Obst.


Gesellschaft

Das wichtigste war die Familie, ihr galt die ganze Loyalität, sie war der Sinn des Lebens. Ehen wurden ernst genommen und Ehebruch war selten. Das Familienoberhaupt hatte die Munt, das Sagen über alle Familienmitglieder.

Er war für sie alle verantwortlich, verpflichtet sie zu schützen und vertrat sie nach außen in allen Rechtsangelegenheiten. Neben den direkten Familienmitgliedern gehörten auch die Knechte und Mägde dazu.

Die Sippe umfasste alle Blutsverwandten, ihre Mitglieder siedelten in der selben Dorfgemeinschaft, kam es zum Krieg, kämpften sie in einem geschlossenen Verband.

Ihr fielen sowohl allgemeine wie auch persönliche Aufgaben zu. Sie regelte die Vormundschaft, trat z. B. bei Verlobungsfeierlichkeiten als verhandelnde Partei auf, unterstützte notleidende Sippenmitglieder und stellte bei einem Rechtsstreit die Eideshelfer. Auch die Blutrache fiel in ihren Bereich. Wurde ein Mitglied angegriffen, musste die Sippe mit Waffen die Verteidigung antreten. Wurde das Mitglied verletzt oder getötet, so kam die Blutrache ins Spiel, die später auch durch Bußzahlungen abgegolten werden konnte.

Die Gesellschaft war ständisch gegliedert. Kern waren die Vollfreien, die im Vollbesitz aller Rechte waren. Sie durften Waffen tragen, am Thing teilnehmen, hatten das Recht auf Blutrache und Wergeld. Zwischen Freien gab es keinen Standesunterschied, selbst der König war nur der erste unter Gleichberechtigten.

Einzelne Sippen hoben sich erst mit der Zeit durch ihre Leistungen in der Gemeinschaft, durch Mut, Kraft und Intelligenz hervor und gelangten so zu besonderem Ansehen. Sie bildeten dann bald die führende Oberschicht, aus der später der Adel hervorging. In den Stand der Freien konnten in Ausnahmefällen auch Freigelassene eintreten, wenn sie sich besonders hervorgetan hatten, eine gute Möglichkeit dazu war Tapferkeit auf Kriegszügen.

Unterste Klasse waren die Sklaven oder Leibeigenen. Sie hatten keine Rechte, die Macht über sie hatten ihre Besitzer.


Frau und Ehe

Beachtenswert ist die Stellung der Frau bei den Germanen.

Sie ist nicht Dienerin, sondern Gefährtin des Mannes in allen Lebenslagen, und wenn auch in der Form der Mitgift der bei den indogermanischen Völkern übliche Kauf der Frau in abgewandter Form noch in Erscheinung tritt, so ist die Mitgift selbst etwas bezeichnend Germanisches.

Der Mann bringt ihr Kinder, ein gezäumtes Ross, ein Schild mit Speer und Schwert, die Frau schenkt ihm ein Waffenstück. Diese Gaben sollen sinnbildlich die unlösbare Verbundenheit von Mann und Frau im Frieden und im Krieg dartun, und auch die Frau soll sich am Tage der Eheschließung bewusst sein, dass sie die Gefahren ebenso mit ihrem Manne teilen muss wie die glücklichen Zeiten. Diese Stellung der Frau drückt sich auch in der Einrichtung aus, dass die Sippe der Frau ihre Ehre und ihr Ansehen, ihre Geltung und ihr Recht selbst dem Ehemann gegenüber zu vertreten hatte, so dass die Frau also keineswegs schutzlos war.

Männer waren für den Fischfang, die Jagd und die Feldarbeit zuständig - es sei denn, sie waren gerade auf Kriegszug. Der Frau unterstand der Garten, das Haus....eigentlich tat sich alles übrige, wie etwa Mehl mahlen, backen, Kleidung und Schuhe fertigen, töpfern, usw...... Rechtlich war die Ehe ein sogenanntes Gewaltverhältnis, begründet auf der Munt. Der Mann haftete für die Frau.

Das Haus war streng hierarchisch gegliedert, ganz im Gegensatz zur genossenschaftlichen Sippe. Der Munt des Hausherren unterstanden Ehefrau, Kinder und freies Gesinde, während Sklaven dem Sachenrecht, wie alle Unfreien unterworfen waren.

über die Frau erwarb der Mann die Munt durch ihren Vater oder das Oberhaupt des Hauses in dem sie lebte und zwar durch einen Sippenvertrag. War die Ehe rechtskräftig, wurde die Frau nach außen durch ihren Mann vertreten. Im Inneren des Hauses besaß sie jedoch die Schlüsselgewalt...und hatte so manches Mitspracherecht.

Ehebruch konnte nur von Seiten der Frau begangen werden, der Mann konnte seine Frau erschlagen oder verstoßen, ohne eine Strafe fürchten zu müssen. Er hatte auch die Möglichkeit sich mehrere Frauen zu halten, wenn seine Mittel dies zuließen. Traten Töchter "daneben", wurden sie für ihre Unzucht wie Ehefrauen bestraft. Die Strafe beruhte dabei auf der Munt, nicht auf der Verletzung einer Treuepflicht.


Kinder

Wenn die Knaben herangewachsen sind, nimmt man sie im Landesthing in die Gemeinschaft der Männer auf.

In feierlicher Weise empfangen sie Speer und Schild als Zeichen der Waffenfähigkeit. Damit sind sie Krieger geworden, die für sich und die Ihren einzustehen und zu bestimmen haben. Während sie bisher als Glieder der Familie galten, gehören sie nun der Volksgemeinschaft an. Sie üben sich in den Waffen, treiben Leibesübungen und zeigen beim Schwimmen und Reiten, bei Pferde- und Wagenrennen und beim Schwertertanz ihre Kraft, ihren Mut und ihre Geschicklichkeit.


Gefolgschaft

Das Treueverhältnis zwischen Herr und Gefolge war die Basis.

Der Gefolgsmann leistete seinem Herrn den Treueid, dazu kniete er nieder und legte seinen Kopf auf dessen Knie oder er schwor ihm in die Hand. Damit war das Treueverhältnis besiegelt.

Wer den Schwur verletzte, der zerstörte nicht nur die Basis des Gefolgschaftslebens, sondern setzte sich der Selbstverfluchung aus. Bekam ein junger und frei geborener Germane seinen Schild und Speer überreicht, dann wurde er von einem Gefolgsherrn gewählt und gehörte von da an dessen Hausgenossenschaft an. Er war zum Waffendienst verpflichtet, sein Herr dazu, für seinen Lebensunterhalt, Waffen und einen gerechten Beuteanteil zu sorgen.

Ursprünglich war die Gefolgschaft wohl vor allem eine Gruppe von jungen Leuten, die im Waffenhandwerk ausgebildet wurden. Es stand nur den Adligen, darunter auch Könige und Herzöge, zu, die jungen Krieger auszubilden und dies war nur möglich, wenn der Herr die Munt über sie hatte. In einer Zeit, in der man sich schnell beleidigt fühlte und daraufhin Gewalttaten an der Tagesordnung waren, bedurfte es schon gewisser Regeln, um die Hitzköpfe im Zaum zu halten.

Die Lösung hieß Tischgemeinschaft. Allein der Herr schlichtete Streitigkeiten. Wurde ein Mitglied der Gemeinschaft verletzt oder getötet, so verhielt sich die Gefolgschaft wie die Sippe. Gegenseitige Hilfestellung war auch so selbstverständlich.

Mit der Waffenprobe wurde ein junger Mann aus der Munt entlassen, sobald er volljährig war. Diese Entlassung galt aber nicht für die Gefolgschaft, aus ihr schied er erst aus, wenn er seinen eigenen Haustand gründete.


Sprache

Die Germanen besaßen ein Alphabet aus 24 Buchstaben.

Es wurde nicht mit Feder oder Pinsel geschrieben, sondern auf Schmuckstücke oder Waffen eingraviert oder in Holz geschnitzt. Der Ursprung dieser Zeichen, die seit dem 17. Jahrhundert als Runen bekannt sind, liegt völlig im Dunkeln.


Schrift (Runen)

Eigenschriftliche germanische Zeugnisse setzen um 200 n. Chr. mit den ältesten urnordischen Runeninschriften ein.

Die Runen wurden hauptsächlich als kultische Zeichen benutzt, was die sehr kurzen und formelartigen Gestaltungen und Lautungen in Waffen (Lanzenspitzen, Schwerter) oder Fibeln bezeugen. Die bekanntesten Schriftträger sind die monumentalen skandinavischen Runensteine. Die namentlichen Bezeichnungen der einzelnen Runen sind durch Runengedichte überliefert.

Die wesentliche frühzeitliche übermittlung von beispielsweise historischen Informationen, seien es Dinge der Abstammung oder andere, erfolgte mündlich, und in diesem Bezug durch das Preislied.

Aus diesem hat sich die spätere Tradition der Heldensage entwickelt, als sich ein an das lateinische angelehnte Schriftsystem für die Ermöglichung einer nennenswerten Literatur herausformte (Altnordische Schrift).Bei den von Tacitus in Kapitel 10. der Germania beschriebenen "Zeichen", im Zusammenhang der Losorakel, handelte es sich vermutlich eher um sonstig verwendete Symbole, als um Runen im Sinne von Schriftzeichen. Gleichwohl sind einige dieser in die Runenalphabete integriert worden.

Die erste eigentliche Form einer entwickelten germanischen Schriftsprache sind die gotischen Schriften. Die Goten nutzten, ursprünglich wie andere Stämme und Völker, die gemeinsame Runenschrift und ritzten diese ebenso in Gegenstände aus Holz und anderen Materialien (Ring von Pietroassa).

Der gotische Bischof Wulfila entwickelte für die christliche Mission der Goten ein Alphabet, das sich aus griechischen, lateinischen und runischen Schriftzeichen zusammensetze. Er nahm zeitlich gesehen die Entwicklung des nordischen Schriftsystems vorweg, aus denselben bedingten Umständen.

Die Runenschrift als Monumentalschrift ist unzulänglich für eine Schriftsprache, die literarisch umfassende Textinhalte nachhaltig und sinnschlüssig für eine lokale wie überregionale Gruppe von Rezipienten lesbar und begreifbar macht. Seine volkssprachige übersetzung des Neuen Testamentes bildet, neben anderen gotischen Quellen, die Grundlage der vergleichenden Forschung zur germanischen Schriftlichkeit und Sprachlichkeit, durch den dargestellten umfangreichen gotischen Wortschatz. Die einzelnen Namen der gotischen Buchstaben sind durch die sogenannte Salzburg-Wiener Handschrift überliefert.


Siedlungsformen

Einzig Tacitus schrieb, in seiner "Germania", über die Siedlungsart der Germanen.

Er berichtete von abgeschiedenen Einzelgehöften, wo der Boden urbar gemacht worden war, der Wald Holz, Früchte und Pilze lieferte und das Vieh auf den Lichtungen graste....idyllisches Landleben ;-) Neben den Einzelgehöften gab es aber auch Kleinsiedlungen und größerer geschlossene Siedlungen.

Die Feldforschung brachte planlose Ansiedlungen, aber auch richtig geplante Anlagen wieder ans Tageslicht.
Meist wurden die Häuser in Westost- Richtung errichtet, um den Winddruck zu mindern. In Nordwest- Germanien herrschte der dreischiffige Hallenbau vor. Dabei handelte es sich um ein kombiniertes Wohn- und Stallhaus, mit einem runtergezogenen Dach, das von den inneren Pfeilern getragen wurde.

Die Wände waren meist aus lehmverschmiertem Flechtwerk oder Rasenplacken. Mensch und Tier lebten hier unter einem Dach. So wurde die Wärme der Vierbeiner genutzt, selbst ihr Mist diente als Wärmespender.

Die Länge der Häuser veränderte sich mit den Jahren, lag sie im 1. Jh. n. Chr. in der Regel noch bei 9- 10 Metern, so gegen Ende des Jahrtausends schon bei 15- 20 Metern. Aufgeteilt war das Haus in Wohn- und Stallteil, der Eingang befand sich an den Längswänden, wo diese beiden Bereiche zusammenstießen. Außer dem Haupthaus gab es häufig auch Nebengebäude, so Webstuben, Kochgebäude und Vorratskeller.

Richtige Städte gab es in Germanien nicht, aber burgenartige Siedlungen mit Werkstätten, in denen sich die Handwerker tummelten und die von starken Wällen umgeben waren.

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